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  • Mine & Fatoni – Alle Liebe nachträglich

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Caroline (Universal Music) – VÖ: 13. Oktober 2017

    Wie lautet eigentlich der Superlativ von ernstzunehmend und gibt es den?

    Den Versuch ist es wert!

    Ich kenne Fatoni seit Jahren, auch persönlich und verfolge seinen Schaffensprozess seit Jahren.
    Fakt ist, dass sich Fatoni und Mine durch diese Platte unter den ernstzunehmendsten Künstlern dieses Landes etabliert haben.

    Doch von Anfang an: “RomCom” ist die Bestandsaufnahme einer verfahrenen, zum Scheitern verurteilten Beziehung. Warum so hart, wo manch einer denken mag und dass man dies alles in den Griff bekommen könnte?
    Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass man eine Beziehung führen kann, wenn eine Person Kinder möchte und die andere Person sich dem verweigert.
    Insofern finde ich den Track unrealistisch, da es höchst unrealistisch ist, eine Beziehung einzugehen, ohne die andere Person auf Kinderliebe abzuklopfen.

    In “Mehr” stellt sich Tristan Brusch dem Zuhörer vor, Rio Reiser lässt grüßen, fein das.

    “Alle Liebe nachträglich”, der erste Output von der Platte, schafft es, aus diesen Gedanken über Verflossene, die jeder hat, in eine allgemeingültige Essenz zu destillieren.

    Überhaupt klingt Mine wie Ming-Xia, beide haben die schönsten warmen Stimmen der HipHop- und R’n'B-Landschaft.
    Und Fatoni zeigt eindrucksvoll, wie viele unterschiedliche Stimmungen und Rhythmen man mit HipHop zu kreieren in der Lage ist.
    Überhaupt ist den beiden eine sehr vielseitige Platte gelungen.
    Ob es Ausreißer nach unten gibt, ist höchst subjektiv oder stimmungsabhängig; Schnellschüsse oder Füllsel sucht man jedoch vergebens, alles wirkt durchdacht.

    Die einzige Kritik, die dieser Platte angedeihen könnte, wäre, dass es ein komplettes Album über Beziehungsprobleme ist und es irgendwann nervt, was man in Beziehungen alles thematisieren kann, aber vermutlich sind die beiden nicht mehr als Chronisten ihrer Generation.
    Und diese Platte kann man gut als Therapie einsetzen bei Leuten, die mal wieder beziehungstechnisch eine Mücke aus einem Elefanten machen.
    Wenn einen diese Platte nicht therapieren kann, sollte man sich womöglich besser trennen.

    Wertung: ★★★★★












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