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  • Bleachers – Gone now

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Rca Int. (Sony Music Switzerland) – 2. Juni 2017

    Viele Platten mit Synthesizer-Reminiszenzen an die Achtziger haben bei mir, sofern sie sich überhaupt in meinen Hirn- und Euphoriewindungen festsetzen, eine doch relativ geringe Halbwertszeit. Wenn der Zufallsmodus heut in meiner kopfhörerverbundenen Musikabspieleinheit La Roux präsentiert, oder die CHVRCHES, dann quittiere ich dies durch leicht entzücktes, aber keinesfalls verzücktes Kopfnicken.

    Bei dieser Band könnte das anders werden. Was für eine schonungslose Retro-Platte im Sound, nicht zwangsläufig in der Aussage- “Beautiful South” lässt grüßen- ohne doch jemals denken zu müssen, man befände sich dreißig Jahre in der Zeit zurück versetzt. Zu perfekt ist das Ganze im besten Sinne abgemischt und arrangiert. So stört auch der orchestrale Klangteppich von “All my heroes” nicht, auch nicht, bevor er durch “the-edge”-gleiche Gitarren durchpflügt wird.
    Mit “Let’s get married” steigen die “Bleicher” in den Olymp des Monumental-Glam-Pops auf als eine perfekte Mischung von allem, was Puscheln und künstliche Brusthaare trägt.

    Weiter geht es bei “I miss those days” mit der krudesten Mischung aus Scissor Sisters und den aufgetunteten Killers. Und wenn man es bis jetzt noch bei skrupellos eingängiger Popmusik war, ist man spätestens bei “Let’s get married” oder “I miss those days” mitten im “Xanadu”-Land.
    Tanzvermeidung ist bei den “Bleachers” eine wesentlich schwerere Prüfung für einen Hetero als Gloria Gaynor für Kevin Kline in dieser famosen Szene “In & out”.
    Bei “Nothing is U” hat man anfänglich sogar Assoziationen zu “The National”.

    Doch die Platte geht schon stark los mit “Dream of Mickey Mantle. Das nächste Brett ist “Don’t take the money”.
    So, jetzt aber genug der Worte. Wer mit den genannten Referenzen etwas anfangen kann, soll sie einfach anhören.

    Wertung: ★★★★½












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