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  • IAM – Révolution

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Def Jam Recordings France – VÖ: 4. März 2017

    20 Jahre nach der Platte Betty ist es mir vergönnt, Helmet endlich live zu sehen.
    20 Jahre nach Trainspotting 1 kommt Trainspotting 2.
    20 Jahre nach dem ersten Independence Day kommt… Ach lassen wir das….

    20 Jahre, nachdem ich das erste Mal Dog eat Dog gesehen habe, ist es mir vergönnt, sie wiederzusehen.

    Diese Liste ließe sich bestimmt noch endlos fortführen, aber es geht um eins.

    Denn 20 Jahre nach dem besten HipHop- Album aller Zeiten ist es IAM vergönnt, eine Platte zu machen, die endlich die logische Fortsetzung von “l’Ecole du Micro d’argent” in unserer Zeit ist; eine Platte, auf die zumindest ich seit 20 Jahren warte.

    Mal abgesehen davon, dass die fünf auch in ihrem Alter um die 50 noch zu dem Bestaussehenden gehören, was der Kontinent zu bieten hat (das wird man ja auch als Hetero wohl noch sagen dürfen), ist auch die muskalische Entsprechung dem Aussehen der Herren angemessen.

    Während “Depuis longtemps” als Einsteiger zwar schon präsent, aber noch eher laid-back um die Ecke kommt, wird uns “Fiya” mit Lino von den legendären Ärsenik als Gast als Mikrophon um die Ohren gehauen, indem Lino, Akhenaton und Shurik’n im konstanten Wechsel nacheinander und gekonnt aufeinander rappen; und zwar so fein akzentuiert, dass man sich den drei Rapstilen, der französischen Sprache und dem charmantesten Sprachfehler des HipHop hingebungsvoll ergibt.

    “Bad Karma” haut einem dann endgültig den Schalter raus.
    Spätestens jetzt wieder klar, dass Imhotep DJ Premier und allen anderen der Zunft schon vor Jahren den Rang abgelaufen hat.
    Kheops cuttet nicht viel im Vergleich zu den DJs anderer HipHop-Platten, aber wenn Kheops mal cuttet, dann macht er einen Track wie “Bad Karma” erst rund.

    Lassen wir die schwachen Momente wie “Danse pour le hood” (zu lasch), “Chanson d’automne” und “Révolution” (zu unrund) und “Monnaie de singe”als unnachvollziehbare Singleauskopplung einmal außer acht, die die Platte zur Mitte hin etwas zäh machen,

    Das gefühlvolle “Grands rêves, grandes boîtes”, zu dem auch ein gutes Video gehört, gehört wieder eher zu den guten Nummern dieser Platte.

    Bei “Ils ne savent pas” stößt man auf einen Reggaesong, in dem Shurik’n und Akhenaton zwischen Rapduktus und dem Intonieren einer Melodie spielerisch hüpfen.
    Ohne die Interna zu kennen, nimmt man den beiden MCs ab, nein, man spürt es, dass sie sich gegenseitig beflügeln und bewundern, sonst wäre eine solch allürenfreie Zusammenarbeit nicht möglich.

    Weiter im Text, schnörkellos zu den nächsten Reißern: “Life I live” ist eine soulige Uptemponummer mit Chartsqualitäten, aber nicht zwangsläufig das, was Imhotep ausmacht.

    “Auréole” ist eine Reminiszenz an sich selbst. Hier haut der Meister wieder einen Beat raus, der zeigt, warum er seit 1997 das Maß der Dinge an wohldosierter Düsterkeit ist und oft kopiert wurde.

    Bei “terre aride” setzt sich sein Genie fort, ein einfaches Beatkonstrukt, mit diesen wohldosierten Streicherwänden. Alles andere regeln seine MCs und Nuttea, so wie es sein soll.

    Es sei abschließend noch “Exister” erwähnt, bevor diese Lobhudelei völlig ausufert. Was für eine Gute-Laune-Nummer.

    “Rigamortis” ist auch schick! Und wer meine Präferenzen nicht teilen kann, wird genau diese Nummern mögen, die mir nicht so zusagen.
    Denn die wahre Stärke von “Révolution” ist, dass sie für jeden was bietet.
    Jetzt aber Schluss mit dieser Lobhudelei. Wer diese Platte nicht anhört, ist selbst Schuld, ich hab mein Möglichstes getan.

    Achja, und who the fuck is Malik Sultan a.k.a. Freeman? Kennt den wer? Vermisst den wer?

    Wertung: ★★★★★







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