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  • Dreiviertelblut – Finsterlieder

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Millaphon Records – VÖ: 7. Oktober 2016

    Achtung, steile These: “Gerd Baumann ist für Sebastian Horn, was Rick Rubin für Johnny Cash war!”

    Des ist natürlich a Schmarrn, wenn man das direkt übertragen möchte.
    Aber für mich stimmt der Vergleich in einer Hinsicht, Horn bedurfte Baumann für einen zweiten Frühling.

    Denn so gern man Horn bei den Bananfishbones singen hörte aufgrund seiner tollen dunklen Stimme, so ungern hört man ihn zumeist bei den Bananfishbones singen, aufgrund der sehr einfach arrangierten Popsongs.

    Auch in einer zweiten Hinsicht gibt es zumindest Analogien: Rubin holte für Cash Popsongs in den Folk, Baumann holt Horn von den Popsongs in den “Folk”; und vom Englischen ins Bayerische.

    Ich wage zu behaupten, dass die inzwischen dritte Platte der Herren das Beste ist, was Oberbayern seit Langem an Musik rausgebracht hat. Denn lang hat man in Oberbayern (zumindest gefühlt) nach Österreich über die Grenze gelugt. Denn den Österreichern gelingt es seit Jahrzehnten, ernsthaftes Liedgut im Dialekt zu transportieren, ohne dass es je peinlich oder pathetisch klingt. Bayern hat mit Fredl Fesl einen eher lustigen Barden und mit Hans Söllner jemanden, der leider textlich immer wieder provokant über die Stränge schlägt; und natürlich noch viele andere gute Musiker, aber zumeist mit satirischem Ansatz.

    “Dreiviertelblut” füllt somit eine Lücke in Bayern, und das unglaublich bravourös. Die Ruhe und Majestät unserer Berge und Seen erfährt endlich eine musikalische Entsprechung -und dieser Satz ist das einzig Pathetische, was sich im Dreiviertelblut-Kontext finden lässt.

    Wertung: ★★★★½

    P.S.: Um nicht den Eindruck zu erwecken, mir sei die Musik der Bananafishbones gänzlich unlieb, “Easy day” hat zum Beispiel einen festen Platz in meinem Herzen.












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