• Rubriken

  • Schlagwörter

    Björk Blumentopf Busta Rhymes Deichkind Eminem Fettes Brot Foo Fighters Gentleman Jack Johnson Jan Delay K.I.Z. Kanye West Keane Kool Savas Korn Mando Diao Princess Superstar Rihanna Snoop Dogg Wu-Tang Clan
  • Meta

  • Kings of Leon – Walls

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Rca Int. (Sony Music) – VÖ: 14. Oktober 2016

    Ich mache den in der Musikpresse sehr beliebten “4-Ohren-Test” jetzt mal allein, mit meinen zwei inneren Stimmen.

    Zum einen: Caleb Followill ist nicht nur ein sehr gutaussehender Bengel, nein, er hat auch ein Topmodel zur Frau und ein Kind mit ihr. Deshalb muss er inzwischen nicht nur seine Existenz in einem Holzhaus im Wald finanzieren, sondern wahrscheinlich mindestens ein schmuckes Kleinfamilienhaus. Vielleicht ist diese Vorstellung auch sehr rückständig und kleinkariert und seine Frau kommt gern für (mindestens) den halben Lebensunterhalt mit auf.
    Auf jeden Fall ist klar, dass die KoL in Richtung Spitze des elektronischen Pop- Mainstream- Indies schielen. Aber ist das schlecht?

    Nicht zwangsläufig, denn auf der anderen Seite gilt es zu sagen, dass diese Vermainstreamung auf schlechtere Weise passieren könnte als auf “Walls”, denn auch in diesem sehr hochpolierten Genre gab es durchaus schon Hörenswertes wie alte Killers-Platten oder beispielsweis das Debüt der White lies.

    Auch wenn “Walls” glattpoliert und elektronisch durchsetzt ist und zuweilen nach Achtzigern klingt wie “Around the world” und musikalisch irgendwo zwischen den den Killers und Placebo (mit einem Hauch “TV on the radio” oder “The Gaslight anthem”) wabert, gibt es bei aller Glattpolitur immer noch Gitarren; und über allem thront die unverwechselbare Stimme von Caleb Followill. Sie schreit aber nicht mehr, sie singt nur noch mit diesem leicht kratzigen krächzenden Ton.

    Lediglich die Nummern 6 und 7, “Muchacho” und “Conversation piece” kacken ein wenig ab gegen die anderen Nummern. Dafür sind die anderen Nummern von beschwingt leicht wie “Eyes on you” bis hin zu episch wie das großartige “Over”. Sie haben definitiv die Fahrwasser von “Only by the night” und auch von “Mechanical Bull” mit dem großartigen “Family tree” verlassen, kein Country mehr, dafür mehr Pop, geradere Linien und Epik, also hinein in für sie unbekannte nicht wirklich sichere Gewässer. So gesehen nicht ungewagt. Aber sie meistern es hervorragend.

    Wertung: ★★★★☆







    Weitere Artikel:







    Keine Kommentare »

    Keine Kommentare vorhanden.

    Kommentar schreiben

    Connect with Facebook