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  • Banks & Steelz – Anything but words

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Warner Bros. Records – VÖ: 26. August 2016

    Wenn zwei New Yorker klingen wie Birmingham und London, heißt das aus der Feder des hier rezensierenden Mannes viel Gutes. Der Interpol-Sänger und der Wu-Tang-Papa streifen sich all das feine Geschmeide über, das England in den Siebzigern und Achtzigern an Psychodelischem und New Wave zu bieten hatte; dazu noch eine feine Prise Garage und Jungle und fertig ist das Outfit. Und es steht ihnen scheißeverdammt unglaublich gut!

    RZA, so bin ich schon mit einem Arbeitskollegen übereingekommen, hat nach Jahren eher verhaltenenen Schaffens als MC wieder Bock auf’s Spitten, einen Vorgeschmack gibt es hier, und auch in den anderen Nummern lässt er auch keine Zweifel an seinem Facettenreichtum als Lyricist, mal als ruhiger Storyteller über einen Beat mit diesem süchtig machenden Marching-snare-sample wie im Titeltrack, mal so, als wollte er alle Double-time-Rekorde für sich proklamieren, wie in “Giant”.
    Paul Banks macht im Titelsong einen auf Ozzy und auch sonst kippt er zumeist weg von dem brüchigen Gesang, der ihn bei Interpol so ausgezeichnet hat. Nur hin und wieder, wie bei “Conceal”, gibt es kurze ‘Rückfälle’. Der Song ist aber nicht deshalb schlecht, vielmehr ist er deswegen ein Ausreißer nach unten, weil er zäh vor sich hindümpelt.
    Dafür gibt das folgende “Love and War” wieder mehr Gründe zur Freude, auch wenn Pretty Toneys Zeilen gegen die des verjüngten RZA etwas abschmieren.

    Ein weiterer kleiner Wermutstropfen ist “Point of view”, bei dem Paul Banks vor sich hin falsettiert, bis Method man das Ganze zumindest kurzzeitig auflöst und einen der besten Parts der Platte droppt, bis dann Masta Killa… naja, lassen wir das.
    Apropos Featuregäste: Florence ohne “The machine” geht ein wenig unter, Kool Keith haut mal richtig durch.
    Ein Drittel der Platte sind Übernummern mit einer verdammt hohen Halbwertszeit, der Rest lässt sich mehr als wohlwollend anhören und träumen- “One by one” zum Beispiel- oder mitbouncen/ -tanzen.

    Wertung: ★★★★½







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