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  • Adam Angst stürmen das Kesselhaus im Schlachthof Wiesbaden, 13.10.2015 – Support: Youth Man und KMPFSPRT

    Von Andreas Iken


    Wo beginne ich? Am besten wohl am Anfang. Adam Angst erreichten mich, wie so oft, aus den Tiefen der SocialMedia. Kurz reingehört, direkt begeistert, da war die Konzertkarte schon so gut wie gekauft.
    Das Warm-Up übernahmen Youth Man und KMPFSPRT. Während ich von Youth Man leider nur das Ende des letzten Songs mitbekam, konnte ich die Jungs von KMPFSPRT in Gänze genießen. Und was man hörte, das gefiel. Die Kölner bildeten den perfekten punkigen Auftakt für den Hauptact des Abends. Als Perle des Sets entpuppte sich “Musikdienstverweigerer” – klare Hörempfehlung an dieser Stelle.
    Nach einer kurzen Pause ging’s dann endlich richtig los. Vollgas von Beginn an, da erinnerten mich Adam Angst bereits zum zweiten Mal an Turbostaat. Riesige Spielfreude und die Menge ging auf Anhieb begeistert mit. Das erste Mal war mir dieser Gedanke beim Reinhören in die Platte gekommen. Die Stimme von Felix Schönfuss erinnert sehr an sein ebenfalls norddeutsches Pendant, eine Ecke schriller sogar würde ich meinen, aber vor allem energiegeladen. Was der Gesang auf der Platte versprach, konnte er auch live halten.
    Adam Angst bewegten sich von eher zwischenmenschlichen Themen – “Ja, ja, ich weiß” und “Was der Teufel sagt” stachen hier heraus – zu sehr politischen Themen. “Professoren” und “Splitter von Granaten” bilden hier die Speerspitze. In Zweiterem schmettert Schönfuss die Zeile “Asylbewerberheime sind doch sicher, alles klar. 43 Anschläge und das in einem Jahr”. Das mag manchen zu plakativ sein und es wimmelt von Zeilen wie diesen im Repertoire der Band, aber die Musik von Adam Angst lebt von der Aktualität dieser beackerten Themen und trifft einfach zu oft schmerzlich ins Schwarze. Hin oder her, für mich ist “Splitter von Granaten” auf jeden Fall einer der Songs des Jahres, weil er eben so schonungslos und direkt ist.
    Als die Band diesen Song als letzten dann sogar mitten im Publikum spielte, lag ihnen Selbiges dann endgültig zu Füßen. Nach einer guten Stunde war es dann leider schon wieder viel zu schnell vorbei – das sei aber bei erst einem Album entschuldigt. Kommt gerne wieder Adam Angst, ich bin auf jeden Fall dabei!












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