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  • Frank Turner – Positive Songs For Negative People

    Von Andreas Iken

    Xtra Mile Recordings (Polydor/Universal) – VÖ: 7. August 2015

    Nach dem tendenziell eher ruhigeren Vorgänger “Tape Deck Heart” schlägt Frank Turner mit „Positive Songs For Negative People“ wieder etwas flottere – und eben auch positivere – Töne an. Statt Herzschmerz richtet sich der Blick nach vorne. Als Opener gestaltet sich da „The Angel Islington“ zwar musikalisch sehr ruhig, gibt aber direkt auch die Marschroute vor: „By the waters of the Thames, I resolved to start again.“ Dieses Album strotzt nämlich geradezu nur so vor Oden ans Weitermachen, nachdem man glaubt, den absoluten Tiefpunkt erreicht zu haben. „Get Better“ schreit das ganze förmlich nur so hinaus, „The Next Storm“ zeigt sich da ein wenig melodischer und gesetzter, weiß aber genauso zu überzeugen. Der – natürlich absolut subjektive – Überflieger des Albums findet sich mit „The Opening Act Of Spring“ an Platz Nummer 4 der Scheibe. Gitarre und Mandoline dominieren die Melodie dieses wundervollen Kleinods. Wen das nicht aus seinem Loch holt, für den scheint jede Hilfe zu spät. Die Mitte der Platte bietet einige Songs, die insbesondere live wahrscheinlich ordentlich nach vorne gehen werden. Einzig das ruhige „Mittens“ wagt mal einen Blick zurück auf das Verlorene, nur um nach dem fast sphärischen Refrain von „Deamons“ ins Gesicht geklatscht zu bekommen: God damn it’s great to be alive – recht hast du, Frank!

    Das Album schließt mit einer Liveversion von „Song For Josh“. Ein Song über den Besitzer des 9:30 Club in Washington DC, der 2013 Selbstmord beging – aufgenommen in eben diesem Club. Und so treibt einem Frank Turner zum Schluss – ganz im Gegensatz zur sonstigen Grundstimmung des Albums – doch noch die Tränen in die Augen, wenn er mit den Worten schließt:

    „And I’ll glance at the barrier when I’m watching the band,
    And I’ll expect to see you there stood on the foot stand,
    But I guess I will see someone else.
    And that’s when I’ll whisper to myself:
    Brother I miss you like hell.“

    So kann er eben auch dieser Frank Turner.

    Wertung: ★★★★☆







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