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  • TNT – #HMLR

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Vindig (Groove Attack) – VÖ: 20. Februar 2015

    Normalerweise liebe ich Platten von größeren Kollektiven; diesen Schlagabtausch, diese verschiedenen Stimmlagen, die verschiedenen Styles um ihrer selbst willen. Wenn die ‘Delivery’ dann nicht absoluter Mist ist, nehme ich sogar gern in Kauf, dass sich die MCs alles andere als neu erfinden, AOTP-Platten sind für mich so ein Beispiel. Ein Beat gibt auf die zwölf und MCs mit so unterschiedlichen Klangfarben wie Apathy, Reef, Celph Titled und der dicke Vinnie rappen ein paar Bars, nur zum Representen und geben das Staffelholz weiter. Die Aufnahme des Staffelholzes ist hierbei eine der wichtigsten Disziplinen. Das hätten sich die zwei T’s gern mal im Vorfeld reinziehen können, vor allem Flip und die beatschusternden Topfleute hätten die Beats ein wenig auffrisieren können. Laid-back und über- conscious braucht keiner auf einer Crewplatte.
    Dabei muss der Beat nicht immer wummernd und Bassboxen an die Grenzen führend komplett auf die Zwölf sein, aber so manches Beatgefrickel und der Wille, jedem Track ein Konzept oder zumindest ein Thema zugrundezulegen, nervt zuweilen, weil man richtiggehend merkt, wie es die Freiheit der MCs einschränkt. Dabei bringt es Schu auf den Punkt: “Wer braucht deepe Rapmusik, Fett schwimmt an der Oberfläche”. Zwar ist dieses Zitat mitnichten ganz ernst zu nehmen, wenn es aus einem Topfmund kommt, aber so ein bißchen mehr von diesem Mantra täte der Platte wohl.
    ‘Irgendwas fehlt immer’ und ‘Babyboomrap’ zum Beispiel sind mit viel Liebe gemachte Beats, die dann aber mit Konzept und Bars überfrachtet werden.

    Und so ein Beat wie der von “3Uhr10”, der einen großartigen Beat für einen richtigen Representer hergäbe, verwurstet man nur als Interlude. Ey Buam, was geht?

    Meinen Punkt hab ich klar gemacht, der ist natürlich sehr subjektiv.

    Exkurs: weil das Wort ‘Plagiat’ doch derzeit wieder in vielen Mündern ist, da gerade die Erben von Marvin Gaye den Herren Timberlake und Co. schön das Geld aus der Tasche ziehen und ein Jazzmusiker mit Jay Z Ähnliches vorhat:
    Ich würde gern eine Abstimmungsfrage in den Raum werfen, bevor ich mit so Worten wie “Bite” oder gar “Plagiat” um mich werfe. Man höre “Befehlskette” von dieser Platte und dann das große “La 25ème image” von IAM und Daddy Nuttea und dann teilt mir doch bitte in der Kommentarleiste mit, ob das für Euch Reminiszenz, Inspiration, Bite oder gar Plagiat, oder nur ein zufällig gewähltes ähnliches technisches Mittel ist.

    Nun aber genug der Kritik, denn es gibt auch sehr schöne Tracks, die gerade jetzt, wo uns der Frühling überfällt, allerfeinst ins Ohr gehen. Und um die nie aus der Mode kommende Disziplin “Anspieltipps” zu bemühen, denn als da wären besonders gut zu hören: die beiden Singles/ Videos “TNT Anthem”, “Silberbesteck” und vor allem “Das ist wie wirs tun” sind ganz weit vorne…
    Alles in allem ist ‘#HMLR’ bei der Erwartungshaltung aufgrund der beiden Vorgängeralben der beiden ‘T’s und den vielen talentierten Händen und Mündern für mich ein bißchen zu wenig.

    Wertung: ★★★½☆







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    2 Kommentare »
    1. Sepp schreibt:

      Also zwengs dem Plagiat kann ich da nix erkennen. Da müsst ma ja jetzt jedem der einen Beat bastelt ein Plagiat unterstellen. Weil es gibt ja schon recht viel. Ich find die Aussage reichlich arrogant, also rein subjektiv.

      10. Apr. 2015 | #

    2. Christian Schmitz-Linnartz schreibt:

      Es war halt assoziativ, ich hab es gehört und dachte mir soso… Man muss auch mal provozieren, um die Leute zum Anhören verleiten.

      4. Jun. 2015 | #

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