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  • Against Me! – Transgender Dysphoria Blues (ZU-) SPÄTWÜRDIGUNG

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Xtra Mile (Indigo) – VÖ: 24. Januar 2014

    Ich bin ein vorurteilsbefangener Idiot, “Transgender Dysphoria Blues” zum Erscheinungstermin vor gut einem Jahr nicht angehört zu haben. Ein Grund des Nichtanhörens war, dass der Vorgänger “White crosses” damals, als ich ihn hörte, schwach war in meinen Ohren; würde ich ihn heute hören, würde ich das vielleicht relativieren. Doch zu stark und zu präsent war damals das Meisterwerk “New Wave”.

    Weswegen ich mich in Gedanken selber geißel. Was die Vorurteile betrifft, da beziehe ich mich auf eine andere Begebenheit. Denn “Against me!” warten mit etwas auf, das in der Geschichte der jüngeren Musik einmalig sein dürfte: der ehemalige Sänger ist jetzt eine Sängerin. Tom Gabel heisst jetzt Laura Jane Grace.
    Und somit komme ich zu meinem mehr als dämlichen Vorurteil: ich dachte, eine Umorientierung auf’s Weibliche bedeutete auch softere gefühlsorientiertere Herangehensweise. Ich sag ja, Vorurteile.

    Zwar knarzt Laura nicht mehr, lässt kein Tremolo raus, wie es Tom tat, aber auf die Stimmbänder hatten die OPs anscheinend keine große Auswirkung. Und Laura scheint endlich befreit von einer Existenz, die nie ihre war. Und so legen A.M. auch gleich los wie die Feuerwehr, erst ein wenig schmeichelnd, bis sie mit Nummer 4, ‘Drinking with the Jocks’, in knapp 2 Minuten zeigen, wo sie herkommen, nämlich aus dem Punk; und mit der Sängerin tut das verdammt gut.
    Aber A.M. haben auch eine nicht zu unterschätzte Bandbreite: während “Osama bin Laden as the Crucified Christ” shoegazert und die Stimme mit orientalisch anmutender Verzerrung wabert und “Fuckmylife666″ eher an die Melodiösität Bad Religions erinnert, ist “Dead friend” eine schöne Beat-Nummer; und “Two Coffins” könnte auch eine englische Adaption eines Liedes der Knef sein.
    Und wie es sich für eine zehn Songs lange Punkplatte gehört, ist nach einer guten halben Stunde Schluss, leider schon. Denn langweilig wurde es nie.

    Wertung: ★★★★☆












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