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  • Foo Fighters – Sonic Highways

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    RCA/ Sony – VÖ: 10. November 2014

    Als Erstes mal eine kurze Randnotiz: die Foo Fighters bringen einen Longplayer mit einer Länge von 42 Minuten und acht Tracks raus. Und ein Münchner MC etwa zeitgleich eine EP mit 18 Tracks. Verrückte Zeiten; ich will zurück in meinen gemütlichen Kokon der Neunziger.
    Dass ein Longplayer recht kurz ist, das gab es zwar in den Neunzigern auch, eine Weezer-CD hatte in der Regel weniger Spieldauer, aber die Qualtät der Platten war dann zumeist eine Andere.
    Denn wo der Vorgänger der aktuellen Platte namens „Wasting light“ schon mit dem Intro und spätestens mit dem Satz „These are my famous last words“ im Opener ganze Landstriche dem Erdboden gleich gemacht hat und sich in der Folge mit Ohrwurm auf Ohrwurm unweigerlich in die zerebralen Langzeitwindungen geschraubt hat, herrscht hier vorerst Irritation; vorerst, kann ja alles noch kommen, der Catch. Aber vorerst fällt es mir auch gerade so unglaublich schwer,“Wasting light“ abzustellen und mich dem Nachfolger zu widmen. Wie heisst der Wurf eigentlich? Achja, richtig, na dann komm mal zu Papa, „Sonic Highways“, ich kümmer mich jetzt um Dich so widerwillig, wie ich mich um einen kleinen verknautschten Hund mit demselben Namen kümmern würde.
    Dave Grohl und seine Mannen haben in “Something for nothing” den Frickel-Rock, die Tempowechsel für sich entdeckt. Ob sie für’s Alter vorsorgen und in die Jazzclubs als Alterstummelbecken schielen?”
    In “The feast and the famine” geht es schon wesentlich geradliniger zur Sache, nach guter alter Foo-Fighters-Manier.
    Aber insgesamt lässt die Platte zu wünschen übrig, unmotivierter College- und Stadionrock oder pathetisch-triefende Nummern bilden das Klangspektrum. Zu Letzterem sei da nur das unsägliche “God as my witness” als zweiter Teil eines Doppelsongs genannt. Da müsste doch die ganze antireligiöse libertäre Indiegemeinde keifern, tut bloß niemand. Alle bejubeln den Mut, so ein Album über acht Musikmetropolen begleitet von Filmmaterial zu machen. Genauere Informationen, liebe Leser, entnehmt Ihr bitte anderen Quellen, mir ist es zu müßig.
    Dass ist auch ein Grund, warum diese Review so spät erscheint, ich hatte zwei Monate lang Besseres zu tun.

    Wertung: ★★★☆☆







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