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  • Team Makasi – Team Makasi

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Mucke ausm Mietshaus – VÖ: 28.9.2012

    In der Feuerzangenbowle heißt ein berühmter Satzanfang „Jetzt stellen wir uns mal jaanz dumm…“ Und genau das möchte ich jetzt tun und lasse verfügbare Informationen verfügbare Informationen sein. Denn ich möchte das Pferd so aufzäumen. So, fertig, journalistische Freiheit nennt man das! Hier blökt mir keiner mehr rein! Im übrigen wird das viel erklären!

    Dem Ganzen liegt eine These zugrunde: denn ich glaube, dass Roger Rekless der anfänglich fast alleinige Motor hinter „Team Makasi“ war. Warum? Dazu folgende Gedankengänge: „Team Makasi“ ist eine Band, also klassisch mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keys, aber keinem originären Sänger, sondern zwei MCs, und das hört man, doch dazu gleich mehr. Eine solche Bandkonstellation kennen wir hierzulande eher aus den Neunzigern, aus dem Crossover. Und Team Makasi klingen stellenweise nach „Rage against the machine“ oder den frühen „Such a surge“.
    Und Rekless ist auch schon ein älteres Kaliber aus den Neunzigern, ich bin ihm 1999 das erste Mal als DJ mit Raptile im „Pharcyde“- Vorprogramm begegnet. Wir dürften ungefähr derselbe Jahrgang sein. „Aber deshalb muss er ja noch keinen Crossover-Bezug haben“, krakeelt der Kollege da hinten. Das stimmt, aber Rekless trägt gern ein Palituch, steht auch auf Metal und spielt gern Gitarre, das weiß man, wenn man sich in München etwas herumtreibt. Und das alles gibt mir recht. „Ja, aber die anderen vielleicht auch“, nöhlt wieder einer. Nee, eher nicht, denn „normale“ Musiker etwas jüngeren Datums spielen heute kaum noch in sogenannten Crossover-Bands (es ist ja auch nicht mehr en vogue), und Boshi San, der andere MC, kommt auch ziemlich sicher aus hiphop-puristischen Gefilden.
    Also, das war bestimmt nicht immer einfach für den Rek (behaupte ich jetzt!); also, alle immer zu motivieren. (Davor gab es übrigens auch schon eine kurze Platte namens „Bis es einer mitkriegt“.)
    Denn, wie ich schon sagte, Crossover ist nicht mehr en vogue. Deshalb tut es umso besser, mal wieder mal organische deutschsprachige Rapsongs mit gesungener Hook zu hören, und zwar von Reggae-Vibes über Grungiges („Was kann ich denn dafür“) bis hin zu hartem Tobak („Pump your fist“ oder „Raus hier“). Apropos gesungene Hook, da muss ich meine Andeutung von eben wieder aufgreifen. Wie gesagt, MCs sind keine Sänger und das hört man leider zuweilen raus aus, wenn sie diese typische madige R&B-Gesangstechnik verwenden, zum Beispiel in „Makasi Rhapsody“ oder „Du kennst uns nicht“. Dagegen ist in einigen Tracks wie „Raus hier“ ordentlich Druck hinter’m Gesang.
    Und in „Vatertag“ lassen sie dann eine Dame namens Alexandra Scholten ran, die es kann. Aber noch cooler in “Vatertag“ ist der Rap auf französisch, ça roule, ça pousse, c’est fort.

    Alles in allem ist da seine mehr als feine Platte ohne stilistische Scheuklappen und bestimmt auch live „ein Traum“! Und so schließe ich mit einem kleinen Insider.

    Wertung: ★★★★☆












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