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  • Muse- The 2nd law

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Warner Bros/ Helium – VÖ: 28.9.2012

    Muse ist nicht mehr das, was sie zu Beginn waren, bei “Showbiz”, mit diesem wunderschönen Klavier zu Beginn, mit ihren extremen Gitarrenkapriolen, und dieser Stimme von Matthew Bellamy, die leidend und stark zugleich war und mühelos ins Falsett wechselte. Das war alles so wahnsinnig neu und frisch, nachdem sich die Musikwelt vorher so bereitwillig in Postgrunge und Britpop unterscheiden ließ.
    Dass Muse jetzt Pop ist, würde alles nicht unbedingt viel ausmachen, wenn “The resistance” nicht so ein dem Billigpop frönender Schwachmat von Album gewesen wäre. Auf “The 2nd law” wird das alles wieder besser, denn in den besten Momenten ist “Muse” heute Bombast-Poprock mit Queen-Referenzen von den frühen Achtzigern bis “Innuendo” und überhaupt der Quintessenz, die britische Musik seit den Siebzigern ausmacht. So sind “Supremacy”, “Madness” oder der Olympiasong “Survival” alles andere als garstig, wenn man sich auf den Pomp und Prunk von “Muse” 2012 einlässt, auch, wenn man eigentlich nur Freddie mit Krone, Zepter und Zobelrobe dazu gern sähe, und das geht ja leider nicht mehr…
    Aber es gibt eben auch die “Erasure”-Momente wie in “Follow me” zum Beispiel und auch, wenn die Synthesizer-basierten Songs teilweise sehr cool und nicht weit hergeholt wirken, so nervt es meistens doch.

    Und es kann nie verkehrt sein, wenn Plattenfirmen das Budget, was sie großen Bands zur Verfügung stellen zum Verballern für ganze Orchester, neuen Bands zur Verfügung stellten!

    Und auch wenn es in einigen Momenten der popmusikalischen Historie überraschend frisch war, wenn ein Stimmdiktator einmal seinen Platz am Mikrofon mit einem Bandmitglied geteilt hat, so hätte Matthew Bellamy das besser nicht getan. Besagte zwei unterirdische Songs hat der Kollege Wolstenholme auch noch geschrieben. So kann man “Save me” und “Liquid state” getrost überspringen.
    Am Ende ist “The 2nd law” nochmal hübsch, aber nicht hübsch genug für toll!

    Wertung: ★★★½☆












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