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  • Xavier Rudd & Donovan Frankenreiter am 1. August 2012 in Hamburg

    Von Karl Mieske

    Möge der norddeutsche Sommer noch so nass und trüb sein, die Kombination aus Surfen und Gitarrenmusik verspricht auch im Jahre 2012 einen Ausflug der Gefühle nach Hawaii, Bali oder Biarritz. Die Kombination der beiden Musiker ist spannend, wobei letztlich der Begründer des neuerlichen Surfmusik Hypes, Jack Johnson, daran nicht ganz unschuldig sein dürfte. Die Musik der beiden hat außer dem Grundgefühl meiner Meinung nach nicht allzu viele Parallelen – während Frankenreiter gerne ein wenig mehr Funk unterbringt, spielt Rudd viel mit Ethno- und Didgeridoo-Klängen. Allerdings war Rudd vor Jahren schon mit Johnson auf Tour und da liegt es eben doch nah ein Paket mit dem Kollegen Frankenreiter zu ermöglichen.

    Ich persönlich war wegen Frankenreiter da, Rudd kannte ich gar nicht. Empfangen würde ich in der überraschend vollen Großen Freiheit bei locker über 30 Grad. Beste Voraussetzungen also für den Auftritt von Frankenreiter und seiner Band, die dann auch sehr souverän durch das Set führte. Souverän bedeutet in diesem Fall auch überraschungsarm, wobei die Stimmung schon sehr gut war. Letztlich sind es ja die Songs von Frankenreiter, die einen begeistern und mitnehmen, was auch heute funktionierte. Die Überraschung hat er sich dann für das letzte Stück des Sets aufbewahrt, als er ins Publikum fragte wer den mit ihm gemeinsam auf der Bühne den Refrain zu „It don’t matter“ zu singen. Ausgewählt wurde ein Mädel, die dann – Glück für alle – eine klasse Stimme hatte und den Refrain dann gleich ganz alleine singen durfte und den schönen Auftritt damit beendet hat.

    Nach einer Umbaupause bei inzwischen etwa 35 Grad folgte dann ein Auftritt, der mich wie lange nicht mehr von den Socken gehauen hat. Xavier Rudd positionierte sich hinter seinem Schlagzeug-Didgeridoo-Klimbim-Gerät und legt mit (wie ich später gehört habe) dem Opener seiner aktuellen Platte los. Beschreiben würde ich das als handgemachten Elektro mit einem straighten Beat und dem Didgeridoo als Instrument für die Hooklines – ich hatte Folk erwartet und bekam nun Aborigini-Techno! Nach 10 Minuten dann die nächste Nummer, jetzt aber mit Basedrum, Gitarre und Didgeridoo. Dazu muss man wissen dass das ganze zu allem Überfluss noch eine One-Man-Performance war! Im Laufe des Konzerts packte er auch die Lap-Guitar aus und es wurden auch die folkigen Stücke wie „Come let go“ und „Follow the sun“ untergebracht, was einen immer wieder vom Dancefloor zwischen Palmen zum Lagerfeuer am Strand wandern ließ. Zum Ende holte sich dann auch Rudd 2 Leute aus dem Publikum auf die Bühne, die sich aber nur als Tänzer betätigen durften. Mit seiner wundervollen Coverversion von „No woman, no cry“ beendete er dann den sehr langen Abend in der Freiheit, die bis zu dem Zeitpunkt sogar fast 40 Grad erreicht haben müsste.












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