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  • Kettcar, Kesselhaus in München am 3.März

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Manchmal ist es nicht das Konzert selbst, welches einem einen schönen Abend beschert, sondern zwei Menschen, aber besonders eine, die man nach über sechs Jahren wieder trifft und die man untrennbar mit “Kettcar” verbindet, weil man damals in der gemeinsamen Zeit die Band kennen und lieben gelernt hat.

    Wenn nämlich das Konzert selbst auch eher dürftig ist, ist es nur der erste Umstand, der einen mit guter Laune die Halle verlassen lässt.

    Dabei war die Band gar nicht für alle Umstände verantwortlich, dass es für ein Konzert einer Band dieses Formats eher dürftig war.

    Denn für die zumindest hinten durch den Schnitt der Halle bedingte nicht mehr sehr gute Akustik ist die Band nur bedingt haftbar zu machen. Die Halle namens “Kesselhaus” ist sehr lang und hat auch noch einige Podeste, Säulen und Mauervorsprünge, die bei der Länge den Sound nach hinten hin immer undefinierter werden lassen.
    Die niemüden und niealternden Erste-Reihe-Springer unter den Konzertbesuchern werden jetzt einwenden, dass man selbst schuld sei, wenn man hinten stehen muss.
    Dem bleibt entgegen zu halten, dass in einer ausverkauften Halle kraft Natur der Sache immer zwangsläufig Leute hinten stehen müssen; und die haben auch 27 Euro bezahlt.
    Dabei muss aber auch erwähnt werden, dass der Sound als solcher klar und rein war und vorne bestimmt auch grandios.

    Und eigentlich hat man sich von Bandseite auch sonst sehr bemüht, für angenehme Voraussetzungen zu sorgen:

    So war zum einen war die ausgewählte Vorband “Torpus & the art directors” mehr als anständig, zum anderen bemühte sich die Band redlich, dass man möglichst viele Songs der vier Alben abdeckte, hierunter auch kaum gespielte wie “Wäre er echt” und somit fast zwei Stunden spielte.
    Auch die Zwischenmoderationen bzw. Kommentare konnten sich sehen und hören lassen.

    Aber- wie schon erwähnt- im Großen und Ganzen war es eher mau: Ich lasse jetzt mal die Kommentare von Freunden weg, die der Band zumindest zu Anfang des Konzerts zu viele Promille unterstellten und damit einhergehendes Falschgespiele, aber auch die Setlist ließ zu wünschen übrig.

    Zwar waren von den guten Songs vom neuen Album alle vorhanden (“Rettung”, “Schrilles buntes Hamburg”, “R.I.P.”, “Im Club” und “Schwebend”), aber leider auch so Lieder wie das vom Mann, der in die Bar kommt, “Nach Süden”- welches einen starken Text sein Eigen nennt, aber auch nur das- und “In Deinen Armen” für die Schmusefraktion.

    Überhaupt war sehr viel und zwar zu viel für die Schmusefraktion geboten. Ich habe mich ja schon längst damit abgefunden, dass “Balu” unverzichtbarer Bestandteil eines “Kettcar”-Konzerts ist, damit die Mädels ihre Typen kampfbekuscheln können, aber auf Nummern wie “Wäre er echt” hätte man verzichten können. Auch so halbbeschwingte Lieder wie “Balkon gegenüber” oder “Im Taxi weinen” braucht niemand auf einem Konzert. Dasselbe hätte ich auch bei “48 Stunden” gesagt, aber interessanterweise haben alle mitgesungen, als wäre die Tatsache, dass es eine Singleauskopplung war, im Jahre 2012 noch relevant.

    Und, liebe Kettcars: “Anders als gedacht” oder “Handyfeuerzeug gratis dazu” sind doch mehr Evergreen als “Stockhausen, Bill Gates und ich”.

    Und bevor jemand das Zittern anfängt, die Klassiker waren alle da:
    Denn solange es an den Deichen Geld zum Verbrennen gibt und die dicke Frau in Graceland noch singt, wird an den Landungsbrücken ausgetrunken.

    Aber apropos “dicke Frau”: es ist eine Schande, dass außer mir keiner “Genauer betrachtet” vermisst, weil es keiner kennt. Das muss sich ändern, denn der Song ist ein Bindeglied zu den wesentlich roheren Vorgängerbands; und der funktioniert, wenn die Masse einzuschlafen droht, sogar, ohne bekannt zu sein- jede Wette!







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    4 Kommentare »
    1. Kati schreibt:

      Eine “Schande” ist aber vor allem auch, dass in einem offiziellen Artikel auf ein illegal hochgeladenes Video verlinkt wird.
      Zudem hätte ich von dir als Kritiker schon erwartet, dich durch die (stark begeisterten) Menschenmassen nach vorne zu schlagen, um zu prüfen, ob der Sound tatsächlich so schlecht ist. Dann muss man nämlich nicht auf Vermutungen zurückgreifen.

      …du gehörst zur Gruppe derer, wegen denen die Band “Balu” in die Mitte der Setlist genommen hat, oder? 😉

      6. Mar. 2012 | #

    2. Suse schreibt:

      Also ich war auf dem Konzert, und das ziemlich weit vorn. Es war nicht mein erstes Konzert. Ich habe die Band mehrmals in Hamburg während den letzten Jahren life gesehen. Und ich teile die Meinung des Autors nicht. Ich bin von dem Konzert überhaupt nicht enttäuscht. Grundsätzlich bin ich eher für kleine Locations, aber dann könnten noch weniger Leute die Auftritte besuchen…
      Für den Autor und auch die Leser dieses Artikels tut es mir leid, dass so ein schlechter Eindruck von dem Konzert übrig geblieben ist…

      10. Mar. 2012 | #

    3. Christian Schmitz-Linnartz schreibt:

      Also, Kati, ob ich mich nach vorn durchschlage oder nicht, ist für meine Beobachtung hinten ohne Belang! Dass der Sound vorne gut ist, liegt auf der Hand; aber (und da verweise ich gerne nach oben) auch weiter hinten muss man gut hören, denn es können schon rein psysikalisch nicht alle vorn sein. Und wenn Du mir sagst, wie ich in einem solchen Artikel auf eine legal hochgeladene Version des Videos verweise, mache ich das gern. Aber ich sehe das selbst mit “illegalem Video” anders, ich ermutige Leute, zu recherchieren, wie man auf legalem Wege an “Genauer betrachtet” kommt, so wie ich einst!

      Und alle anderen Kririkpunkte stehen haarklein im Text, sogar alternative Songvorschläge aus dem Repertoire hab ich gemacht.

      12. Mar. 2012 | #

    4. Christian Schmitz-Linnartz schreibt:

      Und kurz noch mal zur Klarstellung: den Artikel hier hat jemand geschrieben, der Kettcar wirklich liebt!!!

      12. Mar. 2012 | #

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