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  • Katzenjammer – A Kiss Before You Go

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Vertigo Berlin (Universal) – VÖ: 9.9.2011

    “Die Rettung des Pop” wurde bereits in anderen Medien orakelt.
    Und das ist nicht wirklich falsch, denn die vier Damen aus Norwegen wirbeln mit Country und anderen Spielarten von Folkmusik mit bester Laune durch die Platte und das kollektive Gutelaunezentrum und bemühen Referenzen von den B52’s bis zu den Scissor Sisters. Sie haben aber auch Platz für ruhigere Töne, die zwar knapp am Kitsch vorbeischrabben, “Lady Marlene” zum Beispiel wegen der “Griechischer Wein”- Ähnlichkeiten; aber sie schrabben eben nur daran vorbei.
    Mit von der Partie sind Klavier, Akustikgitarre, Mandoline, Ukulele, Bass-Balalaika, Schlagzeug, Banjo, Trompete, Mundharmonika, Akkordeon und Mandoline, wobei jede von ihnen fast jedes Instrument spielen kann, wenn man dem Internet glauben darf. Aber das ist auch kein Wunder, wenn frau sich beim Musikstudium kennenlernt.

    So entstauben sie auch die “Genesis”- Nummer “Land of confusion”, die im Original den faden Beigeschmack einer Band hat, die sich gerade von musikalischer Größe zum Popeinerlei entwickelte. Plötzlich klingt der Song wieder so, dass man sich wieder auf den Übergang vom Pre-Chorus zum Refrain freut. Und wenn das da nicht eine Tuba war, fress ich’n Besen!

    Aber nicht nur bei den Instrumenten, sondern auch beim Gesang spielen sie das Positionswechselspiel und das ist nicht immer ein Glücksgriff:
    denn während in “”I will dance” der Gesang höchstunwiderstehlich ist, kommt zum Beispiel bei “Cocktails and Ruby Slipper” ein “I’m-a-Barbie-girl”-Gefühl auf,die Dame quietscht recht gern, auch, weil es ein Song wie dieser hergibt.
    Nur um dann direkt danach wieder höchst ansprechendes Material wie “Soviet Trumpeter” anzustimmen, dass nicht nur Generationen von fahrendem Volk neidisch machte, sondern auch Freddie Mercury ergriffen.

    Und so geht sie weiter, die Achterbahnfahrt der Stile, in “Loathsome M” wird gerockt, wenn auch eher im Stil von “Rocky horror picture Show” als “Motörhead”.

    Es ist das Frivole, Dandyhafte und vor allem extrem Spielfreudige, was dem Pop momentan so fehlt und was die vier Mädels vermitteln.
    Somit alle Daumen hoch, mit “Katzenjammer” ist das Leben eben nicht ein solcher.

    Wertung: ★★★★½












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