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  • Gentleman, 17.08.2011, Hamburg, Stadtpark

    Von Karl Mieske

    Wer hätte das gedacht, es gibt diesen Mann schon so lange auf der Bühne und immer wieder beglückt er uns mit Touren – deutlich häufiger als mit neuen Alben. Das ist eine Tatsache, die ich für meinen Teil nachvollziehen kann, schließlich ist Gentleman ein Spezialist der Liveperformance, er bringt sogar einen Roots-Reggae Tune zum tanzen und swingen. Es ist letztlich auch kein Wunder, dass dies nun der dritte Auftritt, den ich sehe (den Gastauftritt bei den FK Allstars mal nicht berücksichtigt): 2000 in der Fabrik zu „Troddin On“ Zeiten dann 2005 vor über 5000 Menschen nach der Confidence-Platte und schließlich heute. Aber dass Gentleman, der damals die Speerspitze eines Reggae-aus-Deutschland Rummels bildete, diesen überleben und sich als zuverlässiger Artist etablieren würde, war mir nicht klar und macht mich wirklich glücklich!

    Heute also wieder vor weniger Leuten als damals zu Hochzeiten, dafür war es aber ein Open-Air im wunderschönen Hamburger Stadtpark. Obwohl wir in Hamburg tendenziell eher häufiger Regen haben und trotz des diesjährigen nassen Sommers war es nicht nur trocken, sondern auch warm und über den Wolken schien ganz bestimmt auch die Sonne! Der Stadtpark war nicht ausverkauft aber gut gefüllt mit einem sehr gemischten Publikum – wobei tatsächlich ein großer Pulk von ZuHörern außerhalb der Zäune bei Grill und Dosenbier auch irgendwie dabei war.

    Los ging es mit Asa, einer Dame mit wunderschöner Stimme, deren Songs mir leider nicht ganz so gefallen haben. Gentleman kam dann aber schnell auf die Bühne und spulte ab. Man muss es sagen: die Sprüche sind schon länger bekannt und sein Style ist inzwischen eingeschliffen – keine echten Überraschungen also. Trotzdem ist das was geboten wird feinstes Entertainment und man nimmt ihm die Freude am Liveauftritt wirklich ab. Dazu gehören intensive Kommunikation mit dem Publikum („Wollt ihr ´nen 4/4-Beat? Daumen raus und ab dafür!“), Tanzen & Hüpfen und das dirigieren der Band, wobei im Gegensatz zu früher angenehm viele Ansagen auf deutsch waren. Die Songs sind ja bei Gentleman auch nicht mehr eine Überraschung wert, sondern bewegen sich im Conscious-Roots Bereich und klingen seit „Journey to Jah“ doch irgendwie bekannt. Herausnehmen muss ich allerdings „To the Top“  vom neuen Album: das ist ein Knaller!

    Leider musste das Konzert ja um 22 Uhr enden und nachdem Asa schon zu einem Duett auf die Bühne geholt wurde, gab es zum Abschluss ein Feature mit Richie Stephens, der schon auf Trodin On produziert hat. Das war mein persönliches Highlight, nicht nur weil hier ein gedanklicher Bogen von den Anfängen bis heute und zurück geschlagen wurde, sondern ganz einfach weil hier gleich 2 Stimmungskanonen auf der Bühne waren, die am späten Abend noch einmal das gesamte Publikum zum Singen und Tanzen gebracht haben!







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