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  • Dear Reader – Idealistic Animals

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Universal Music – VÖ: 2.9.2011

    Tag1:
    Dass ich bei Sänger(inne)n ein leichter Sexist sei, was ich bis jetzt immer dachte, aber verdrängte, stimmt nicht, soviel vermag ich erleichtert zu sagen: denn abwechselnd mit “Idealistic Animals” läuft eine Band namens “Katzenjammer” (zu denen an anderer Stelle) durch meinen MP3-Player, und der Stimme, auch einer weiblichen, kann ich verdammt viel abgewinnen. Es scheinen die weichen, hohen, zu harmonischen Stimmen zu sein, die mich gleichgültig lassen. Da kann der Schlagzeuger von “Dear Reader” in “Monkey” trommeln wie der von “The National”, dass es eine wahre Freude ist, Madame singt einfach viel zu lieb.

    3 Tage später:
    …Das war zumindest der erste Eindruck. Dann spätestens ab dem dritten Durchlauf gewinnen die Melodien und Arrangements von „Idealistic animals“ immer mehr an Größe und Tiefgang und die Stimme von Cherilyn McNeil immer mehr an Konturen. Was beweist, dass es in den meisten Fällen einer Platte nicht gerecht wird, wenn man sich nach dem ersten Durchhören über sie auslässt.

    Denn plötzlich ist “Idealistic Animals” ein Kleinod an Wärme und Eleganz, an Klavier, an Trompeten, an Background Vocals, die zuweilen an Tori Amos oder Enya erinnern und einer Sängerin, die immer angenehm am Rande der Zerbrechlichkeit singt.
    Zart ist das, mal auch ein wenig schroffer, aber immer schön.

    Wertung: ★★★★☆







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