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  • Dels – Gob

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Big Dada (Roughtrade) – VÖ: 29.4.2011

    Früge jemand, wo der Sound herkommt, bevor der Rhyme einsetzt, man würde ihm wahrscheinlich aus dem Stand heraus antworten können, aus dem Land, ja sogar aus der Stadt von “Roots Manuva” und dem Grime. Schon in den ersten Takten wummert uns dieses “Gob” um die Ohren, dass Hammer und Amboß gewaltig schwingern.
    Allerdings erweckt Dels zum Glück ziemlich schnell den Eindruck, dass er sich nicht wirklich mit den Doubletime-Königen der Londoner Szene messen will. Er fährt zumeist eher einen (im Verhätnis) ruhigeren Rapstil, scheint sich aber dennoch hiphop-musikalisch komplett über seine Stadt zu definieren. Was vor allem deshalb erstaunt, weil die nur drei Produzenten des Albums alle von anderen Baustellen kommen, beispielsweise Joe Goddard von “Hot Chip”, dessen Tracks ausgenommen “Shapeshift” bei weitem die freundlichste Klangfarbe besitzen: denn der zweite Teil von “Trumpalump” und “Capsize” schaffen es, etwas optimistischer rüberzukommen, bei “Capsize” übrigens geadelt durch eben jenen schon erwähnten “Roots Manuva”.

    Das war’s aber mit optimistischeren Tönen und entlockt einem zuweilen ein Schade!, denn auch “Melting Patterns” and “Violina” (produziert von Micachu, die auch eher für ihre Arbeit mit der Indiebereich, u.a. mit der Band “The Shapes” bekannt ist) sind eher düster oder/ und anstrengend.

    Die restlichen Tracks sind alle “Kwes” zuzurechnen, der als jemand, der mit “The XX” in Verbindung gebracht werden kann, noch am nächsten am HipHop und Grime dran ist.
    So schafft es “Kwes” wenigstens, dass zumindest “”DLR” als ruhiger Track mit nur halb ge”grime”ter und schon fast gesungener Hook einer Lady auch noch mal einen anderen Aspekt reinbringt.
    Ansonsten macht “Gob” (die Platte als auch der Titeltrack) leider höchst unruhig, die Tracks verlangen einem alle Aufmerksamkeit ab: unterhalten nebenbei ist unmöglich, ebenso Hausarbeiten verrichten. Aber bis auf die eben schon erwähnten Tracks gibt die Platte wenig zurück an Momenten, die man sich wieder herbeisehnt, das war in der Einsamkeit der letzten Nacht so, das ist auch heute am hellichten, sonnigen Tag so.

    Gegendarstellung:
    Es liegt in der Natur der Sache, dass ein solcher mit Fachjargon gespickter Text hauptsächlich von weiblicher Seite als unverständlich kritisiert wird, somit soll die dies bemängelnde stark intuitiv- urteilende weibliche Stimme an meiner Seite auch noch zu Wort kommen: “Es klingt wie ein Computerspiel mit schnell tanzenden HipHoppern, das ständig abstürzt und an manchen Momenten kräftig Punkte sammelt, aber gar nicht negativ, sondern lustig!”
    Also jetzt dürften alle Unklarheiten beseitigt sein!

    Wertung: ★★★☆☆







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