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  • Foo Fighters – Wasting light

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    RCA – VÖ: 8.4.2011

    Ich müsste lügen, wenn ich behauptete, das ganze Schaffen der “Foo Fighters” (“FF”) zu kennen. Ich kenne es eher als Abriss und nenne nur das Debüt und “In your honor” mein Eigen.
    Vielleicht braucht es aber auch gar nicht so immens viel Vorwissen, da über “Wasting light” ohnehin schon unglaublich viel geschrieben wurde. Einige Kriterien, da war man sich sicher in der Fachpresse, die gleichsam erlöserische Fähigkeiten haben sollten, sollten “Wasting Light” nach ganz oben verhelfen:

    Unter anderem, dass Butch Vig, der Produzent, der auch hinter “Nevermind” stand, die Platte produziert hat.

    Dann war bzw. ist Pat Smear (“Nirvana”- Gitarrist der letzten Tage und “Foo Fighters”- Gründungsmitglied) wieder mit von der Partie.

    Außerdem steuerte Krist Novoselic Gitarre und Akkordeon zu “I should have known” bei, also haben drei Viertel von Nirvana der letzten Tage plus Superproduzent bei “Wasting light” mitgemischt und die gesammelte Musikjournaille schrubbt sich schon mal antizipierend einen von der Palme, obwohl man aufgrund vielfältiger Erfahrungswerte den Ball flachhalten müsste, da eine Platte mit solchen Vorschusslorbeeren nur verlieren kann.

    Außerdem hatte Dave Grohl (laut einem Freund von mir, der in Sachen “Fool Fighters” aber eine Kompetenz ist) in einem Interview gesagt, er wäre in einem Alter, in welchem er lieber ruhigere altersgemäße Musik machte und ihm bewußt war, dass dies seine letzte Chance sei zu einer Platte, die richtig Stoff gibt.

    Kann so etwas dann eigentlich funktionieren, eine Platte gegen das eigene Innenleben zu machen, also quasi gegen den Strich zu bürsten. Antwort, ja, es kann, und wie!

    “Wasting light” klingt wie eine Album einer Band, die genau dazu geboren wurden und zwar jetzt und hier und vor allem so. Der erste Song “Bridge is burning” soll aber gleich auch das Maß der Dinge sein und bleiben, dabei sind aber alle anderen Nummern auch gut und abwechslungsreich, “Arlandria” und “Back and forth” sind bester Stadion-Rock in FF-Manier, während “White Limo” alles wegbügelt und zeigt, wo man herkommt und das eben schon erwähnte “I should have known” oder “These days” haben eher besinnliche Züge, ohne jedoch jemals in Pathos zu entgleiten.

    “Wasting light” hat keinen Ausreißer nach unten und ob das an Mr. Smear, Vig oder Novoselic lag oder nur einfach daran, dass die Jungs eine leidenschaftliche gut harmonierende Band sind, die sich nichts mehr beweisen muss, kann dahinstehen.

    “Wasting Light” ist die Platte, die es noch gebraucht hat, damit der Sommer kommen kann.

    Wertung: ★★★★½







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