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  • Motörhead – The Wörld is Yours

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    motorhead

    EMI Music – VÖ: 10.12.2010

    Was haben „Motörhead“ und die „Ramones“ gemeinsam: richtig, sie werden momentan accessoire-mäßig durch wohlbekannte Klamottenanbieter in großer Stückzahl unter’s Volk gebracht, auf T-Shirts und Taschen; und bestimmt auch auf Tassen oder Vibratoren; zum Kotzen ist, dass die wenigsten dieser Insignienträger die Musik dieser beiden Bands kennen geschweige denn mögen oder verehren.

    Warum dies aber passiert (und was sie somit noch gemeinsam haben), könnte dadurch zu erklären sein, dass beide Bands mit sehr charismatischen Persönlichkeiten aufwar(te)ten: seien es bei Motörhead Lemmy mit den dicken Fibromen oder seit 18 Jahren Mickey Dingsbums oder die Ramones mit ihren Riesensonnenbrillen und der teilweise androgynen Erscheinung.

    Und Lemmy hat sogar schon mal einen Song für die Ramones produziert. Wenn das mal kein Zufall ist… Zwar klingt die Musik der Ramones der von Motörhead nicht ähnlich, aber in sich ist diese Musik immer wiederkäuerisch- gleich klingend und stellt somit eine dritte Gemeinsamkeit dar.

    Der wesentliche Unterschied liegt aber darin, dass Lemmy noch lebt bzw. musiziert, um das genau Gleiche wie ehedem zu machen: “Motörhead”-Musik!

    Und weil er nix Anderes kann, macht er das logischerweise auch, denn er ist ja der Lemmy; und Bourbon und Gegenstände für seine zweifelhafte Sammelleidenschaft gibt’s auch für Lemmy nicht umsonst, also muss er Silberlinge verkaufen und Hallen füllen.

    Und das macht er wie eh und je; das ist seine Stärke, aber das ist auch seine Krux.  Lemmy ist so alt, dass er sich nicht mehr neu erfindet und auch nicht will; und Mikkey und Philip, die mitgeschrieben haben bei “The Wörld is yours”, sind auch zu alt dafür, sich neu erfinden. Das Höchste der Gefühle an Andersklingen ist eine astreine Metal-Walze düsterer Klangfarbe mit noch zerstörterer Stimme namens “Brotherhood of man”.

    Keine Instrumenten- Experimente, keine Tempo-Experimente, aber das, was gegeben wird, ist hochsauber gespielt, die Herren haben immerhin Erfahrung. Aber warum auch Experimente, die Fans werden es mögen- und kaufen.

    Ein ganzes Musik-Genre, der Rockabilly, lebt von diesem ewigen Wiedergekäue des immer gleichen Zeugs. Und Lemmy spielt nebenbei- man mag es kaum glauben- in einer Rockabilly- Band namens “The Head Cat”. Wenn auch das mal kein Zufall ist…

    Wertung: ★★½☆☆







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