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  • Kings of Leon – Come around Sundown

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    kol

    RCA International/ Sony – VÖ: 15.10.2010

    Was haben die in der Neon geschrieben: „Come around sundown“ wäre eine schöne Autofahrplatte! Hübsche Einordnung; die geht aber von der Prämisse aus, dass grundsätzlich ein Konsens besteht, was Autofahrplatten schlechthin betrifft, ohne miteinzubeziehen, dass dies sowohl stimmungs-, tageszeitenabhängig als auch personenabhägig ist. Die Menge an Spackos, die unsere Straßen und Städte mit aufgedrehten Subwoofern, miesen Rappern oder peinlichstem Electro bei offenen Fenstern verseucht, ist immens.
    Aber irgendwie stimmt diese Einordnung zumindest dann, wenn Autofahrmusik eine Mischung einer vor dem Einschlafen bewahrenden Präsenz und einer gewissen Gefälligkeit kurz vor der Beiläufigkeit darstellt, denn „Come around sundown“ ist weniger sperrig als die Vorgänger. Auch Songs wie „Sex on fire“, der zum grenzenlosen Beschleunigen verführen mag, sind eher nicht aufzufinden.
    Überhaupt ist die Platte irgendwo zwischen Kuschelkurs und Belanglosigkeit anzusiedeln, die erste Single „Radioactive“ hat äußerst hochschädliche „Bryan-Adams“-Strahlung an Bord, die, wenn man nicht über ein spezielles Achtz’ger- Antidot verfügt, ad hoc Brechreiz verursacht.
    Um nicht missverstanden zu werden, „Come around sundown“ ist nicht durchgängig schlecht, (tausende Bands machen schlechtere Platten, aber die Söhne Leons aber eben auch schon Besseres) „Pyro“ zum Beispiel ist hübsch; und „Pony up“ hat sogar richtige Klassikerqualtäten.
    Die Neon hat schon recht, dass sich die meisten Songs ganz gut zum Auto fahren eignen, nur nicht im frostigen Regen oder Schnee. Im Süden der U.S.A. im wüstenähnlichen Klima gen Sonnenuntergang im Cabrio mag man genau so was; oder aber da braucht man auch was Liebes, denn die haben dort auch die Todesstrafe…

    Wertung: ★★★½☆







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