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  • Danko Jones 17.10.2010, Hamburg (Docks)

    Von Karl Mieske

    Danko Motherfucker ist wieder da! An einem sehr müden Sonntagabend ging es nun um die Frage, ob man sich noch einmal aufrafft und ein paar Ärsche tritt. Da meine Begleiterin aber ein absoluter Danko Fan ist und sich das geschätzt sechste Konzert nicht entgehen lassen wollte, gab es auch für mich keine wirkliche Wahl und der faule Sonntag war nach der Tagesschau vorbei.

    Die Vorband wurde wie so oft verpasst, aber ich habe mir sagen lassen, dass sie gut gewesen sind. Schon vor der Tür war eines unüberhörbar: Gitarre, Gitarre und noch mehr Gitarre – Danko war auf der Bühne! Schnell durch die Kontrolle und drin waren wir im Docks. Ich hatte vor dem Konzert schon eine Diskussion mit einem Kollegen, der behauptete Danko würde die Sporthalle mit deutlich über 1000 Menschen füllen können, ich dagegen war der Meinung dass selbst das Docks mit mehreren 100 Plätzen ausreichend und großzügig bemessen wäre. Und wie so oft lag die Antwort in der goldenen Mitte: Das Docks war proppevoll und wir kamen nicht bis auf die große Tanzfläche, sondern begnügten uns mit einem Platz in der hinteren Reihe. Danko verkauft also das Docks fast aus! Dass er gen Ende des Konzertes nach Erblicken eines entsprechenden T-Shirts noch 10 ausverkaufte Shows „in a row“ im Molotov für die nächste Tour ankündigt, halte ich aber trotzdem für eine Spitzenidee!

    Was soll man aber noch zu Danko sagen: Ein Live Monster ohnegleichen. Der erste Pluspunkt ist der Gitarrensound, der in meinen Augen die Marke setzt, was einen korrekten Klang im Rock angeht. Die Klassiker unter den Songs sind sowieso indiskutabel gut, das was ich als neu und somit vom neuen Album „Below the Belt“ identifizieren konnte, hat mir auch gefallen. Zwar neigen die neuen Sachen doch zu mehr Komplexität als das was in früheren Tagen bei Hits wie „I want you“ oder „Dance“ zu hören war, der drive ist den Songs aber dennoch geblieben. Zu alledem gab es dieses mal allerdings eine Neuerung: Lightshow! Das klingt vielleicht nach U2, nun sind wir aber auch alle älter geworden und Hand aufs Herz: Die Lightshow zu Dankos Rock’n’Roll war ehrlich fett. Die nächste Überraschung war der Bassist, der heute einen extrem aufdringlichen Abend hatte und regelmäßig die Front der Bühne geentert hat, um mit dem Publikum zu schäkern. Was bei allen anderen Bands normal wäre, erschien mir hier allerdings als Majestätsbeleidigung… Meine persönliche Vorliebe spricht da aus meinen Fingern und ich fieberte wie jedes Mal noch der heißersehnten Rede entgegen: „This heart gets stronger, this skin gets thicker, this mouth gets louder“. Dann noch zum Abschluss die Helden der Rock-Geschickte an die Hände genommen und alle Mann glücklich und zufrieden in die kalte Hamburger Nacht entlassen. So muss ein Konzert sein und wenn ich je etwas Schlechtes über Danko schreiben sollte, war ich in Wirklichkeit gar nicht dabei.







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