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  • Witchblade 1 – Ein neuer Anfang

    Von Daniel Gilic

    witchblade1Für Sarah Pezzini gehören Mysterien zum alltäglichen Leben. Als Detektive des New Yorker Morddezernats kämpft sie täglich gegen das Verbrechen in einer der pulsierendsten Megacities der Welt.

    Als wäre das nicht schon genug, trägt sie ein uraltes Artefakt an ihrem Handgelenk – die Witchblade. Seit Jahrhunderten wählt diese mystische Waffe Trägerinnen aus, denen sie dann ungeheure Macht verleiht. Sie kann ihre Form je nach Bedarf variieren. Meist sieht sie aus wie eine Uhr oder wie ein Collier. Dadurch bleibt die Witchblade im Tagesgeschehen unentdeckt, währen sie im Kampf den Körper der Trägerin panzerartig umhüllt, Klingen formt und Feuerbälle absondert. Da, wo das System nicht mehr zu funktionieren scheint, funktioniert, greift Pezzini mit ihrer Waffe ein.
    Doch die Hexenklinge verfügt auch über negative Aspekte. Sie besitzt einen eigenen Geist, einen eigenen Willen, der sich negativ auf die Psyche der Trägerin auswirkt. Immer wieder sorgt die Waffe dafür, dass Pezzini in unangenehme Situationen manövriert wird. Konflikte mit Neidern, Mördern, Verbrechern und auch mit dem Gesetz, sind dadurch vorprogrammiert.

    Seit 1995 hält sich „Witchblade“ in der Gunst der amerikanischen Comic-Leser. Maßgeblich am Erfolg beteiligt war Zeichner Michael Turner, der aufgrund eines Krebsleidens inzwischen verstorben ist. Seine Zeichnungen sahen modern, dynamisch und auch realistisch aus. Hierzulande hat die Serie inzwischen mehrere Verlage gewechselt. 2009 ist das Zugpferd des Top Cow-Verlages bei Panini zuhause.

    witchblade117Der erste Band „Ein neuer Anfang“ enthält die US-Hefte 113 bis 118. Sarah Pezzini ist inzwischen Mutter geworden, und auch die Witchblade hat nicht mehr nur eine, sondern gleich zwei Trägerinnen. Dani Baptiste, eine Tänzerin aus NYC, ist von der Witchblade zusätzlich auserwählt worden. Auch Sarahs Baby scheint mit außergewöhnlichen Kräften auf die Welt gekommen zu sein.

    „Witchblade“ präsentiert eine imaginäre Welt, die ziemlich realitätsnah daherkommt. Superhelden im herkömmlichen Sinn gibt es nicht, es sind mehr Menschen wie du und ich, die durch besonders Vorkommnisse ungeheure Macht erlangen. „Witchblade“ erzählt, wie es ist, damit umzugehen. Pezzini ist eine selbstbewusste, starke Frau, die im Leben steht und gerade anfängt, in ihrer Mutterrolle aufzugehen. Es bleibt spannend, was das Schicksal für sie noch bereit hält.

    Zeichnerisch kann der Band vollkommen überzeugen. Zwar wirkt das Artwork von Stjepan Sejic anfangs etwas steif, doch mit jedem Kapitel entwickelt der Shootingstar einen ganz eigenen Rhythmus. Seine Zeichnungen, die wie gemalt wirken, sind hübsch anzusehen und strahlen eine besondere, mysteriöse Note aus. Sami Basri, dessen Zeichnungen im Manga-Stil in den ersten drei Heften zu finden ist, kann das Niveau von Sejic allerdings nicht erreichen.

    Witchblade erscheint beim Panini Verlag. Band 1 ist erhältlich, Band 2 erscheint im November.


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