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  • Kettcar Open-Air 7.8.09 Ex-Haus Trier

    Von Thilo Stoffels

    „Liebe, zerplatzte Träume oder einfach nur zu wenig Bier im Kühlschrank – Momente die jeder kennt“ Mit diesem Satz beschrieb die Tagesschau einmal die Themen der Hamburger Band Kettcar zum Release ihres vorletzten Albums „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“. Diesmal war das Fünfergespann mit ihremdsc_4256 neuen Album „Sylt“ im Gepäck zu Gast in Trier. Mit dabei als Vorbands Auletta und Alex Amsterdam, die kurzfristig für die Chinaski Jugend eingesprungen waren.

    Schon vor 19 Uhr warteten viele vor dem Eingang zum so genannten Ex-Haus, dass die Türen geöffnet werden würden und man endlich nach drinnen auf den Hof und zu der Sommerbühne konnte. Der ein oder andere deckte sich vorher noch mit genügend Getränken ein, andere drängten sich um den Grillstand und hier und da besetzten einzelne Grüppchen den Platz vor der Bühne, schließlich wollte man gut vorbereitet sein, wenn es dann um 20 Uhr los ging.
    Und wirklich: fast schon auf die Minute genau begannen dann auch Auletta mit dem Aufwärmprogramm, auch wenn es von den Temperaturen immer noch drückend schwül war und sie Sonne sich hinter den Wolken versteckte. Auch wenn es am Anfang sicherlich noch ein paar kleinere Mischprobleme gab, nach den ersten beiden Liedern saß niemand mehr auf den Pflastern, sondern stand vor der Bühne oder eben noch mit etwas Abstand dazu. An dem Können der Mainzer Band lag das sicherlich nicht, denn was sie da auf der Bühne zeigten war schon ordentlich. Als sie nach einer guten halben Stunde etwas verschwitzt den Platz räumten, merkte man doch an dem Applaus, dass es den Leuten schon gefallen hatte.
    Nach einer wirklich ziemlich kurzen Umbaupause ging es dann mit einer kleinen Programmänderung weiter: statt der angekündigten Chinaski Jugend hatte man einen „hochwertigen Ersatz aus Düsseldorf“ besorgt: Alex Amsterdam. Ausgerüstet mit Keyboard und Akkustikgitarre schafften es die beiden vom Rhein allerdings nicht wirklich Stimmung an die Mosel zu bringen, auch wenn man bereits bei dem ersten Song ein paar Fans mit einem selbstgebastelten Transparent vor der Bühne beobachten konnte. Viele nutzten die Gelegenheit noch einmal sich mit Bier, Cola oder vegetarischem Gyros zu versorgen. So wurden die beiden auch nach einer halben Stunde mit höflichem Beifall von der Bühne verabschiedet.

    Dann war es auch endlich soweit: um 21:45 – in der Zwischenzeit war es schon fast dunkel geworden – kam dann die Band, auf die alle gewartet hatten: Kettcar. Und wie sie direkt los legten: ohne eine sonderlich lange Aufwärmphase (schließlich war es ja immer noch recht heiß) ging es direkt los mit dem Kracher „Deiche“. Schon von Anfang an war das Publikum hellwach und vollends begeistert, vor der Bühne war es jetzt richtig voll und auch sonst konnte man nicht mehr sonderlich viele freie Plätze im Innenhof erkennen. Sänger Markus Wiebusch begrüßte dann die Menge in Trier („alte Lady“ wie er die älteste Stadt Deutschlands bezeichnete) schließlich war man seit drei Jahren schon nicht mehr hier aufgetreten, und dementsprechend groß war dann der Hunger der Fans nach ‚neuem‘. Schon bald wurde klar, dass viele im Publikum die Texte mehr als auswendig kannten, denn bei dem Song „48 Stunden“ wurde vor allem der Ratschlag „Mach immer was dein Herz dir sagt“ so laut mit gesungen, dass man die Mikrofone eigentlich schon hätte abstellen können. Aber nicht nur die Klassiker von den beiden ersten Alben der Hamburger waren der Menge bekannt, auch neue Lieder wie „Graceland“, „Nullsummenspiel“ und „Kein Außen mehr“ wurden lautstark von dem Trierer Publikum aufgenommen und mitgesungen.
    Ein besonderes Highlight war sicherlich das Lied „Am Tisch“, bei dem Gitarrist Erik Langer statt seiner Gitarre ein Akkordeon spielte und Bassist Raimer Bustorff – der nach eigenen Angaben am Nachmittag fast im angrenzenden Freibad ertrunken wäre – den Trompetenpart übernahm, bevor es mit den Zugaben weiter ging. Gekrönt wurde der etwa anderthalbstündige Auftritt von der Ballade Balu, die von den beiden Wiebusch Brüdern Markus und Lars gespielt wurde.

    So wurde das sicherlich zufriedene Publikum dann in die Nacht entlassen, auch wenn man das Gefühl hatte, dass sie ruhig auch noch ein paar Stunden so weiter gemacht hätten. Alles in allem dürften die meisten schon am Ende des Konzerts schon den Beginn des nächsten herbei sehnen, wobei sie dieses mal hoffentlich keine weiteren drei Jahre warten müssen.

    Autor: Tom Jakobs

    Fotos: Thilo Stoffels







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