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  • „Allein“-Special

    Von Daniel Gilic

    alleinx201Eine Gruppe von Kindern stellt nach dem Aufwachen fest, dass sämtliche Erwachsenen in ihrer Umgebung verschwunden sind. Die Eltern sind vom Erdboden verschluckt, Freunde und Bekannte sind nicht auffindbar. In der Schule befinden sich keine Lehrer und auf der Straße hält man vergebens Ausschau nach Passanten. Das Fernsehen ist tot, das Telefon kaputt und auch das Internet funktioniert nicht. Keiner da, den man um Rat fragen könnte. Von jetzt an sind die Kinder allein auf sich gestellt.

    Es sind Fragen wie „Was ist passiert? Wo sind alle hin? Und wieso sind diese Kinder noch da?“, die Fabien Vehlmann (Autor) und Bruno Gazzotti (Zeichner) in ihrer frankobelgischen Serie „Allein“ aufwerfen. Auf Deutsch wird die Serie vom Piredda Verlag herausgegeben.

    Im ersten Band „Verschwunden“ scheint erst alles ganz normal. In der Stadt Fortville gehen die Leute gewöhnlichen Aktivitäten nach. Kurze Zeit später sind alle weg. Alle bis auf eine Gruppe, bestehend aus fünf Kindern, die sich bald über den Weg laufen. Yvan,alleinx202 ein unscheinbarer Typ aus reichem Hause, Leila, ein kämpferisches und dickköpfiges Mädchen, die schüchterne Streberin Camilla, und der kleine Terry, der jüngste unter ihnen, tun sich unter der Führung des Außenseiters Dodji zusammen, um das Rätsel hinter diesem Verschwinden zu lösen. Gleichzeitig übernimmt Dodji die Rolle der väterlichen und autoritären Figur.

    Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass Vehlmann vereinzelt Hinweise zur Ursache liefert. In einem rückblickenden Panel kommentiert Leilas Bruder die unerträgliche Hitze. Die Mutter fügt noch hinzu, dass der Himmel sehr eigenartig aussähe. Was es wirklich damit auf sich hat, wird wohl später geklärt werden.

    Bereits der zweite Band „Der Herr der Messer“ hebt die Spannung an. Die Gruppe wird mit einem Maskierten konfrontiert, der einen Umhang trägt und mit unzähligen Messern ausgestattet ist. Anstatt Dodji und Co. zu helfen, versucht er sie zu töten. Die Gruppe schafft es jedoch, den Unbekannten zu überrumpeln. Nach diesen schrecklichen Ereignissen beschließen sie Fortville den Rücken zu kehren und in einer anderen Stadt ihr Glück zu versuchen.

    Im dritten Band „Der Haifisch-Clan“ treffen sie zwar auf keine Erwachsenen, aber auf weitere Kinder, die in einem Freizeitpark eine neue Zuflucht gefunden haben. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit: Alex, ihr Anführer, führt sich auf wie ein Diktator. Alle Mädchen müssen laut seinen Regeln hausfraulichenalleinx203 Tätigkeiten nachgehen, während die Burschen als Handwerker ihren Part erfüllen müssen. Weiters liegen Nazi-Bücher auf seinen Schreibtisch, was die Sache nicht einfacher macht. Zu guter Letzt will Alex noch alle Kinder zwangsverheiraten, um das Überleben der Bewohner für die Zukunft sicherzustellen.
    Eine Konfrontation zwischen der kleinen Gruppe und den Kindern des Parks ist unvermeidlich. Alex fordert Dodji schließlich zu einem Wettkampf auf: Beide sollen in ein Haifischbecken springen – ohne zum Mittagessen eines Hais zu werden. Wer den Sprung ins Wasser überlebt und unbeschadet aus dem Becken herauskommt, wird der neue Anführer. Am Ende wird einer der beiden für diesen Leichtsinn mit dem Leben bezahlen.

    „Allein“ ist eine Serie, die sich stets weiterentwickelt, nicht stehen bleibt. Das kreative Team vollbringt konstant gute Leistung. Stets gibt es neue Entwicklung und Geheimnisse, die nicht gelüftet sondern angedeutet werden. Zum Beispiel wenn am Ende des dritten Bandes ein Junge und ein Mädchen, kreidebleich, blass und scheinbar Geschwister, sich darüber unterhalten, dass manche aus der Gruppe zuviel über gewisse Dinge in Erfahrung bringen. Es bleibt spannend.

    Allein 1-3 ist beim Piredda Verlag erschienen. Band 4 ist angekündigt.







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