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  • Steve Morse – Cruise control

    Von Frank Findeiss

    Edel records VÖ: 05.12.2008

    cruiseSteve Morse mag zunächst einmal nur eingefleischten Musikkennern und Gitarrenfreaks ein Begriff sein. Um ihn jedoch auch einem breiten Publikum vorzustellen, genügt es wohl zu sagen, dass er nach dem Ausstieg von Richie Blackmore und einem kurzzeitigen Intermezzo von Joe Satriani der mittlerweile feste Bestandteil an der Gitarre bei Deep Purple ist und dies nun schon seit dem 96er Album Purpendicular. Dabei war Morse auch vorher schon kein unbeschriebenes Blatt, spielt er doch bereits seit den 70er Jahren bei den hauptsächlich auf dem amerikanischen Markt bekannten Dixie Dregs, in den 80ern auch einmal bei Kansas und hat sich schließlich als Solokünstler einen Namen gemacht. Er ist ein Gitarrist der alten Schule, der sein Handwerk noch ausführlich im Fach Jazz- und klassische Gitarre an einer Hochschule in Miami/Florida studierte. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass er Techniken wie das alternate picking, chicken picking, harp harmonics und sweep picking in Verbindung mit klassischen Arpeggios kultiviert und perfektioniert hat. Er wurde mehrmals zum „Guitar player of the year“ des Guitar player magazines gekürt und sechsmal für einen Grammy nominiert. Die nun erschienene DVD „Cruise control“ erhebt daher weniger den Anspruch, reine Unterhaltungsmusik und Show zu bieten als vielmehr Steve Morse als Person in den Vordergrund zu rücken und ihn als einen Virtuosen im Bereich moderner Rockmusik darzustellen. Dabei darf man ihn zum einen als Solokünstler live in New York bei einem Konzert aus dem Jahr 1992 erleben, in dem er mit klassischen Stücken beginnt und nach und nach mehr Schwung reinbringt, indem er den Bassisten Dave LaRue und den Keyboarder T Lavitz von den Dixie Dregs auf die Bühne holt. Das ganze hat hier etwas von einer Unplugged-Atmosphäre bei MTV, zumal die Zuschauer auf Sitzen Platz genommen haben. Beim zweiten Konzert live in Connecticut aus dem Jahr 2001 wird dieses Trio durch Rod Morgenstein an den Drums und Jerry Goodman an der E-Violine komplettiert und erhält in dieser Formation den Bandnamen Dixie Dregs. Dieses Konzert erinnert von der Kameraführung und dem Bühneninventar eher an eine Session des Rockpalastes aus den 80ern, aber wie gesagt, es geht ja nicht um Show, sondern um Hörgenuss und diesen bekommt man geboten, zumal es sich bei den Stücken beider Konzerte um rein instrumental dargebotenes Songmaterial handelt, das dazu prädestiniert ist, die Virtuosität Steve Morse’ zu vermitteln. Wäre sein Gitarrenspiel, das neben den bereits genannten Techniken natürlich auch Legato-Techniken und Tapping beinhaltet, nicht so unheimlich dicht und kaum nachvollziehbar, dann könnte man die Nahaufnahmen als Übungsvideo anpreisen. Vor allem aber ist es der ständige Wechsel nicht nur der Techniken sondern auch der Stile und der Perfektion an Rhythmen-Wechsel, der die DVD für musikinteressierte Puristen hörenswert macht. Die Dixie Dregs sind eine reine Fusion-Band, die sowohl Jazz, Blues, Bluegrass, Hillbilly-Anleihen, Country und Southern Rock in unnachahmlicher Form mit Klassik, Hardrock und Funk zu einem eigenwilligen Progressive Rock-Gemisch verschmelzen lässt. In einem letzten Beitrag sieht man ein vor schlichtem Hintergrund geführtes halbstündiges Interview mit Morse zu seinen musikalischen Wurzeln, wobei er hier in erster Linie die Beatles angibt und als sein erstes Übungsstück „The house of the rising sun“ nennt. Ferner gibt er durch kleine Beispiele an der Gitarre Einblicke in seine Techniken. Die DVD wird durch eine Autobiographie und zahlreiches fotografisches Bildmaterial abgerundet.

    Wertung: ★★★½☆












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