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  • Neu: The Woisler Columns 1

    Von der Woisler

    Verehrte Leser, bumbanet versucht sich an einer Kolumne, den Versuch gab es schon einmal, aber er verlief im Sand. Diesmal soll alles anders werden, denn der „Woisler“ erhebt die Stimme. Eine kurze Erklärung hierzu: „Woisler“ ist bayerisch für einen Jammerer, Nörgler und Pessimisten. Ob dies ein Pseudonym ist oder mehrere Stimmen den Woisler darstellen, soll hier offenbleiben.
    Natürlich versucht der Woisler in wiederkehrender Regelmäßigkeit, sein Unverständnis und seine Angepisstheit über gesellschaftliche Zustände zu äußern, da er aber seine Erfahrungen als intellektueller, notorisch beruflich- unterforderter Anfangsdreißiger unter anderem bierselig in den Kneipen seiner Umgebung macht, können da einige zeitliche Lücken auftauchen. Natürlich erwartet der Woisler viel Diskussionsbereitschaft der Leser, wer allerdings- was eine Internetkrankheit zu sein scheint- es nicht schafft, seinen Beitrag noch einmal zu überlesen und somit möglichst fehlerfrei zu formulieren, auf den geht der Woisler nicht ein, wo kämen wir da hin, wir (majestätischer Plural) legen Wert auf Form und Inhalt…

    The Woisler Columns 1:

    Unsere Gesellschaft steht in vielen Dingen unter ästhetischen bzw. geschmacklichen Diktaten: Speziell in diesem Teil der Republik (eher Südosten) herrscht ein reger Konsens, einige Mittelmeersprachen und auch die vielen tollen kulturellen als auch kulinarischen Beiträge dieser Länder gutheißen zu müssen.
    Gerade habe ich wieder zwei äußerst hübsche Frauen Spanisch in der Strassenbahn sprechen gehört, und was soll ich sagen, ich kann mich nicht mit einer Sprache anfreunden, in der in jedem Satz ein gezischter oder gelispelter Laut vorkommt, ich finde es für hübsche Frauen geradezu entstellend, wenn sich bei manchen Lauten die Zunge so zwischen die Zähne schiebt.
    Ebenso das Italienische: dieses konstant Theatralische bis Weinerliche finde ich eher abstoßend. Hinzu kommt noch, dass Vertreter dieser Sprachgruppen in Gruppen ab fünf Leuten zumeist in eine höchstpenetrante Lautstärke verfallen, und zwar- und das ist das Entscheidende- nicht alkoholisiert. Mögen Leute es gut finden, meinetwegen.
    Ich gebe ja zu, dass auch ich Pizza und Pasta sehr schätze, auch wenn ich meist nicht ausblenden kann, aus welchem Sprachraum mit welcher Fußballkultur diese leckeren Sachen kommen. Weil wir gerade beim Kulinarischen sind: anders geht es mir mit Kaffee:
    Es ist heutzutage fast unmöglich, zu sagen, man ziehe einen Filterkaffee einem Cappuccino vor, selbst meine bodenständigsten Arbeitskollegen geben sich diesem bescheuerten Milchaufschäumen hin. Ich trinke zumeist lieber keinen als italienischen Kaffee. Bei manchen Menschen verursacht das einen Gesichtsausdruck, als habe man sich als verschriener Frauenheld plötzlich als schwul geoutet oder man habe gesagt, man fände George W. Bush gut. Mal ehrlich, das hat doch nicht ansatzweise dieselbe Qualität.

    Ich möchte anschließen mit einer Ode an Filterkaffee:

    „Filterkaffee, Du bringst die Verdauung in Schwung,
    machst mich wach, hälst mich fit, hälst mich jung.
    Espresso dagegen, Du sorgst dafür, dass ich mich im Bauch bläh,
    deshalb hier eine Ode auf den „Filterkaffää“

    Um noch mal auf die vermeintlichen „Bäh“- Sprachen zurückzukommen: Nur woiseln kann ja jeder, erschallt es jetzt von weiter hinten, denen möchte ich entgegnen: ich sage ja zur Prägnanz, aber auch zur Ausführlichkeit und zum Wort- und auch Dialektreichtum und dem ganz und gar nicht unschönen Klang der deutschen Sprache, aber (um mir nicht den Vorwurf des Nationalisten anheften zu müssen) auch zu jedem gesprochenen Englisch zwischen London und Donegal, Cork und den Shetland- Inseln.

    Versteht mich nicht falsch, es steht jedem frei, alle Dinge oder Sprachen toll zu finden (außer die in Indie-Kreisen wieder aufgetauchten Karottenjeans, die muß man als Ästhet zum Kotzen finden). Es gibt noch tausend Dinge, die ich hier im Zusammenhang mit einem ununterdrückbaren Brechreiz anführen werde, für heute ist aber mal gut, ich koche mir jetzt Pasta…







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    3 Kommentare »
    1. Hauser schreibt:

      Also die Message ist ja klar und der Text schön spitz geschrieben… Aber!!!!! Dazu den Filterkaffee rauszuholen (bahh!) finde ich fehlgegriffen und wirkt zu abwegig

      6. Nov. 2008 | #

    2. Jens schreibt:

      Herr Autor,

      warum gehst du nicht aufs Bayrische ein? Lokalpatriot? Mir fehlt die politische Richtung in dieser Kolumne. Ein klares Bekenntnis zu Stoiber wäre in der jetztigen Situation angebracht.

      19. Nov. 2008 | #

    3. Woisler schreibt:

      Was willst Du vom Woisler, Jens! Ich wohne zwar in Bayern, habe aber mehr zu bieten, als dass ich jedes Mal meinen Lokalpatriotismus raushängen lassen müste. Aber wenn Du unbedingt willst: ich sage ja zum Schafkopfen, Weißbier trinken, Derblecken und Wettschoaßln.
      Und ich bin bayerisch genug, um saublede Kommentare wie einen bezüglich Stoiber zu ignorieren, denn “der Preiß red’t jeden Gadankengang mit, der Bayer gibt erst das Ergebnis bekannt”. Und auch nur dann, wenn es sich lohnt.
      Und diese Kolumne soll ja nicht nur Bayern zugänglich sein, oder?

      21. Nov. 2008 | #

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