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  • Fettes Brot – Strom und Drang

    Von Chris Wegmann

    fettesbrot.jpgFettes Brot Schallplatten / Indigo VÖ: 14.03.2008

    Den Kurs des letztens Albums „Am Wasser gebaut“ setzen Fettes Brot fort: laut geht es auf „Strom und Drang“ zu. Dem Titel der Werks werden die elf Songs jedenfalls gerecht. Einen ersten Vorgeschmack darauf bekam man schon bei der Single „Bettina“, die zusammen mit der Berliner Crew Modeselektor eingespielt wurde. „Bettina, pack deine Brüste ein“, das können auch nur Doktor Renz, König Boris und Björn Beton singen. Soviel Electro-Sound wie auf der Single gibt es sonst auf dem Album nicht, schließlich brauchen wir auch nicht zwei Deichkinder in Hamburg. Neben allem Spaß vergessen die Brote auch die nachdenklichen Töne nicht, zumindest in den Zwischenzeilen. Versteckt ist die Gesellschaftskritik im lauten Beatgewitter, das nicht nur auf „Erdbeben“ wie gleichnamiges klingt. Lachen können über die unschönen Seiten der Welt, das ist die Kunst. Hauptsache nicht zu ernst, aber auch nicht oberflächlich. Trotzdem muss ein bisschen sinnloser Rap wie in guten alten Zeiten auch sein. Zu finden auf „Schieb es auf die Brote“. Insgesamt fehlt es der Scheibe, vor allem was den Sound angeht, etwas an Abwechslung. Mal rockig wie „Das allererste Mal“, mal etwas dunkler auf „Automatikpistole“, das waren die Ausreißer. „Strom und Drang“ unterhält, der Überraschungseffekt bleibt nach dem letzten starken und innovativen Album „Am Wasser gebaut“ aber aus. Irgendwann müssen sich Fettes Brot auch mal wieder was Neues einfallen lassen. Doch solange können wir uns freuen, dass wenigstens eine Band in Deutschland noch Spaß verbreitet. Die Zeiten werden nicht besser, vor allem nicht, wenn Fettes Brot irgendwann mal nicht mehr sein sollten.

    Wertung: ★★★★☆







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