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  • Hot Chip – Made In The Dark

    Von Arne Wellding

    hotchip.jpgEMI VÖ: 01.02.2008

    Als Joe Goddard, einer der Hot Chip-Kreativköpfe, kürzlich in einem britischen Pop-Quiz auf sein beachtliches Fachwissen angesprochen wurde, entgegnete dieser lapidar: “Ich bin ein Popstar”. In der Tat trifft diese nicht ganz ernst gemeinte Feststellung doch gut den Status, den das Londoner Electropop-Quintett seit dem 2006er Erfolgsalbum “The Warning” in der allgemeinen Medienrezeption innehat. Und fast scheint es, als wollten die “Prototypen einer neuen Ära” (Spiegel) diesem Image mit dem Nachfolger ein wenig entgegensteuern. So mochte die Vorabsingle “Shake A Fist” mit ihren schweren Synthbeat-Anklängen an die etwas härtere Kollegenfraktion von Justice oder Goose und einer Spielzeit von über fünf Minuten zunächst so gar nicht den Erwartungen entsprechen. Schon mit der zweiten Singleaukopplung “Ready For The Floor” erfolgte jedoch die Rückkehr zum radiotauglichen Dreieinhalbminuten-Format und zu dem, wo Goddard & Co zurzeit kaum jemand etwas vormachen kann – diesen unvergleichlich lässigen und gut gelaunten Dancepopnummern à la “Over And Over” und “Boy From School”. Mit Songs wie “One Pure Thought” oder “Touch Too Much” finden sich diese zwar zu genüge auf “Made In The Dark” wieder, so ganz will man sich auf einen allzu gefälligen Konsenspop dann aber doch nicht festlegen lassen. Da, wo das dritte Album oft die Weichen für die zukünftige musikalische Entwicklungsrichtung einer Band stellt, vollziehen Hot Chip den folgerichtigen Schritt und setzen auf Substanz und Vielfältigkeit statt Weichspülung und uninspiriertem Sichselbstkopieren. Mit ruhigeren, beinahe balladesken Nummern (“Whistle For Will”, “In The Privacy Of Our Love”) und keck vermischten Elementen aus Hip Hop (“Bendable Poseable”), Soul (“Made In The Dark”), House (“Don’t Dance”) und Indierock (“Hold On”) werden immer wieder neue Seiten entdeckt, ohne sich selbst dabei untreu zu sein. Hot Chip selbst behaupten, das Album sei “sowohl lauter als auch leiser, sowohl länger als auch kürzer” als alles, was sie zuvor gemacht hätten. Das mag vielleicht kryptisch klingen, aber so sind sie halt, die Popstars.

    Wertung: ★★★★☆







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