Rich Webb - Overboard
Von Christian Schmitz-Linnartz
All Killer/ Victoria Records VÖ: 26.10.2007
Optisch wirkt der gute Rich Webb wie eine Mischung aus Brian Ferry für Arme und Robert Carlyle, dem Begbie aus Trainspotting. Das ist zugegebenermaßen sehr subjektiv und tifft auch musikalisch nicht zu (man weiß, wen ich meine, dass Robert Carlyle singt, wäre mir neu). „Overboard” ist eine rockige Popplatte, und sobald man dem Booklet entnimmt, dass Herr Webb aus „Down under” kommt, versucht man, dortige musikalische Referenzen zu finden, was auch funktioniert: Die Musik befindet sich irgendwo zwischen INXS und Nick Cave… Gerade wollte ich schon über meine nichtssagende Aussage schallend losprusten, aber „Blue eyed girl” klingt wirklich ein wenig nach konsensfähigerem Nick Cave, nur die Duettpartnerin klingt rauer als Kylie. Die Platte schwankt stilistisch zwischen 80er- Pop („Burn in hell”), 90er-Pop („Don’t feel so sad”), bluesigen Nummern und dahinrotzenden Viechern mit verzerrten Gitarren („Move on over”)- man lässt sich stilistisch nicht anketten, Janus’ zweite Visage wird wettern, Herr Webb hätte keinen Wiedererkennungswert. Aber mal ehrlich Leute, macht uns dann was aus? Der durchaus skeptische Zuhörer wird sich zwischen Pop, Rock und auch Blues nicht unbedingt unwohl fühlen, ich wage eine Prognose: „Overboard” ist für Mittdreißiger wahrscheinlich besonders interessant. Ich wage die Stichprobe, schicke „Overboard” meiner Cousine und warte auf Feedback.
Wertung: 




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Also ich finde die Platte sehr entspannt und finde gerade jetzt für den Winter ist sie optimal. Sehr geile Songs und für mich hat der Mann Wiedererkennungswert. “Move on over” und “Burn in hell” sind meine Favoriten. Meine persönliche Beertung: 4,5 von 5
18. Dec. 2007 | #