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  • Ungdomskulen – Cry Baby

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    ungdomskulen!K7 / Ever Records VÖ: 05.10.2007

    Gerade als sich das Gefühl eingestellt hat, es kämen nur noch bescheuerte neue Platten raus, gibt es einen Lichtblick am Ende des Tunnels: dieses Baby hier ist eine verfrickelte Angelegenheit und doch verdammt geradlinig und beweist dem fast schon desillusionierten Musikrezensenten, dass er auch Platten weitab des Popappeals genial finden darf. Der erste Track ist Helmet goes Psychedelic meets Kyuss- Dreckigkeit, irgendwie. Was für ein Noise- Monster, wow! Der zweite Track ist „Hard Fi” mit LSD- Bezug. So könnte man jedem Track einen anderen Vergleich zuordnen. Endlich mal Musiker, die nicht einzuordnen sind, sich selbst aber trotzdem treu bleiben. Um mal zu versuchen, eine Einordnung zu finden: als würden der gute Josh Homme und instrumental virtuose Kollegen sämtliche Halluzinogene und Upper des Planeten nehmen und jammen, aber alle wissen genau, wann das Tempo wechselt und das- lasst es Euch gesagt sein- tut es oft. Der Sänger schreit mal im Bruce-Dickinson- Falsett, mal singt er in ruhiger Page- Hamilton- Manier, mal leidet er wie Rivers Cuomo. Die Band kommt übrigens aus dem idyllischen norwegischen Bergen und ist so rau und doch wunderschön wie die dort vorherrschende Fjordlandschaft. In diesem Zusammenhang ist es viel zu banal, zu erwähnen, dass „Ungdomskulen” Mittelschule heißt. Ich schließe mal mit zwei direkten Aufrufen: You will never read it, but in case you do: Dear Josh Homme, listen to that record, they listened definitely to your music, but you can learn from them, I assure you. Ein Aufruf an die „Visions” in diesem Kontext: wenn ihr Eurem Lieblingsmusiker mal wieder die Kopfhörer aufsetzt, spielt ihm dies vor und lasst ihn Demut zeigen. Ach, noch was: wer waren noch mal „The Mars Volta”?

    Wertung: ★★★★★


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