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  • Lexy & K-Paul Interview

    Von Rob Labas

    Lexy & K-paulLexy & K-Paul sind in Deutschlands Elektroszene ein unberechenbarer Faktor. Mit zwölf Singles landeten sie seit 1999 in den Charts, die erfolgreichste war “Freak” (Platz 20). Trotzdem waren die beiden in Berlin lebenden DJs und Produzenten nie ein Teil des Mainstream, sondern prägten stattdessen den Begriff “komisch elektronisch”. Mit “Trash Like Us” erscheint jetzt ihr drittes Album…

    Bumbanet: “Trash Like Us” ist ein ziemlich ungewöhnlicher Titel für euer neues Album?

    Lexy & K-Paul: Ein Grund dafür ist, dass wir schon länger kein Album mehr rausbringen konnten, und auch ziemlich viel Stress mit dem Label hatten, wodurch wir viel Zeit verloren haben. Da haben wir uns gedacht: Unkraut wie wir vergeht einfach nicht, Unkraut wie wir ist nicht totzukriegen. Dazu kommt, dass wir auch über uns selbst lachen können. Wir nehmen uns nicht so ernst wie einige Musikanten in unserer Musikrichtung, die einen Stock im Arsch haben.

    Bumbanet: Vier Jahre sind vergangen seit eurem letzten Album, hing das wirklich nur an den ganzen Labelproblemen?

    Lexy & K-Paul: Ja, wirklich schon vier Jahre. Am Anfang haben wir gar nicht so darüber nachgedacht, aber als wir dann Bock hatten auf ein neues Album, standen uns die Probleme mit dem Label in der Quere. Ich hätte niemals gedacht, dass man mit solchen Streitereien mindestens ein Jahr vertrödelt. Im Nachhinein ist das aber gut, weil dadurch die Lieder besser geworden sind, wir Sachen überarbeitet haben. Wir haben dadurch auch noch mehr Lieder geschrieben und hatten dadurch letztendlich eine größere Auswahl. Deshalb sind auch keine Fülltracks auf dem Album. Für uns als Künstler war das trotzdem unangenehm, es ist nervig wenn man etwas herausbringen will und nicht kann. Dafür freuen wir uns jetzt umso mehr.

    Bumbanet: Euer Album wird releast über Kontor und Musicismusic, ist das euer eigenes Label?

    Lexy & K-Paul: Ja, das ist unser Label, wo wir die Herren sind und entscheiden was darauf rauskommt. Und das Label Kontor unterstützt uns, weil die einfach einen viel größeren Vertrieb haben und uns das auch angeboten haben.

    Bumbanet: Wie kamt ihr ausgerechnet zu Kontor, da würde man euch auf den ersten Blick nicht vermuten?

    Lexy & K-Paul: Ja, nicht wirklich. Aber wir haben die dann mal kennen gelernt und die waren dann tatsächlich netter als wir dachten. Muss man so sagen. Und die hatten auch gute Ideen wie sie uns helfen können. Das ist mir auch wichtiger als irgendwelche verpeilten Leute, die nicht voran kommen. Wir haben unsere Vorurteile begraben.

    Bumbanet: Sind durch den langen Entstehungsprozess auch ältere Stücke auf dem Album enthalten, oder habt ihr alle am Ende noch mal überarbeitet?

    Lexy & K-Paul: Zum Glück haben es durch das lange Warten auch noch einige neue Stücke auf das Album geschafft. Und die Alten konnten wir noch mal überarbeiten, dass sie jetzt im neuen Gewand auch zur neuen Zeit passen. Wir haben noch richtig an den alten Songs herumgeschraubt, damit alles zusammenpasst. Manche Abläufe haben wir auch verändert, da wir die Gelegenheit hatten die Songs live zu spielen und so gesehen haben was man verbessern kann. Zum ersten Mal haben wir unser Album auch mastern lassen, das haben wir früher nie gemacht. Das war halt verpönt bei unserem alten Label. So ist jetzt alles aus einem Guss. Das hat auch lange gedauert, war wie eine Wissenschaft für sich. Trotzdem hat das Spaß gemacht und war interessant. Das war ein richtiger Freak, der an jedem Detail gefeilt hat. Wir müssen aber auch sagen, dass die vier Jahre wie im Flug vergangen sind, wir haben nebenbei noch eine DVD herausgebracht und eine Mix-CD. Es ist ja nicht so, als dass wir die ganzen Jahre nichts gemacht hätten. Wir spielen ja auch andauernd.

    Bumbanet: Was war denn der Reiz überhaupt ein Album zu machen und nicht einfach weitere Singles herauszuhauen, wie das in eurem Genre verbreitet ist?

    Lexy & K-Paul: Weil wir eben kein typischer DJ-/Elektro-Act sind, sondern weil wir einfach Musikanten sind, die auch Bock haben Alben herauszubringen. Jeder will von seinen Lieblingsacts ja auch gerne ein Album haben. So ein Album schickt den Hörer auf eine Reise, und auf so eine Reise wollen wir auch unsere Fans schicken. Ein Album zusammen mit Cover ist wie ein Gesamtkunstwerk. Zudem hatten wir auch sehr viele Lieder, die hätten wir nicht alle als Single herausbringen können. Das ist so eine Art musikalisches Fotoalbum, das eine bestimmte Epoche widerspiegelt. Wenn man in Clubs spielt, dann ist das vergänglich. Ein Album wird aber immer dableiben.


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